Nach Tod eines Zweijährigen in Kita: Polizei ermittelt "in alle Richtungen"

Gelsenkirchen - Nach dem Tod eines zweijährigen Jungen in einer städtischen Mini-Kita in Gelsenkirchen ermittelt die Polizei "in alle Richtungen".

Der Junge wurde leblos nach dem Mittagsschlaf in der Kita aufgefunden. (Symbolbild)
Der Junge wurde leblos nach dem Mittagsschlaf in der Kita aufgefunden. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Wir stehen da noch ganz am Anfang", sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Erzieher hatten den Jungen am Montag nach einem Mittagsschlaf in der Einrichtung in Nordrhein-Westfalen leblos aufgefunden. Er war reanimiert worden und kurz darauf im Krankenhaus gestorben.

Zur Ursache gab es am Dienstag zunächst keine Informationen. Der Junge würde, wie in solchen Fällen üblich, obduziert, sagte ein Stadtsprecher. Die Kita habe am Dienstag nicht geöffnet und werde auch sicher die ganze Woche geschlossen bleiben.

Zum Unglückszeitpunkt hatten sich laut Stadt vier Kinder und zwei Erzieherinnen in der Einrichtung befunden. Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge (59, SPD) hatte sich am Montag "zutiefst erschüttert" über das Unglück gezeigt.

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Der genaue Unfallhergang müsse nun geklärt werden, so die Oberbürgermeisterin.

In einer Mini-Kita können nach Angaben der Stadt insgesamt neun Kinder im Alter von unter drei Jahren von zwei Tagespflegerinnen oder Pflegern betreut werden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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