Nach Unruhen vor Reuls Haus: Ermittlungsgruppe "Bengalo" mit erstem Erfolg

Düsseldorf/Leichlingen - Nach dem Tumult vor dem Privathaus von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (69, CDU) in Leichlingen hat die Polizei drei Verdächtige identifiziert.

Vor dem Privathaus von NRW-Innenminister Herbert Reul (69, CDU) waren am Sonntag, 10. Oktober, mindestens 15 Randalierer aufgelaufen.
Vor dem Privathaus von NRW-Innenminister Herbert Reul (69, CDU) waren am Sonntag, 10. Oktober, mindestens 15 Randalierer aufgelaufen.  © Gianni Gattus/Blaulicht Aktuell Solingen/dpa

Wie aus einer Vorlage für den Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags hervorgeht, waren insgesamt 13 vermummte Personen bei der Aktion dabei. Die Randalierer hätten unter anderem "Reul, verpiss dich" skandiert und Pyrotechnik gezündet.

Nachbarn hätten laut Innenministerium Videos des Vorfalls am 10. Oktober gemacht.

Die würden nun ausgewertet, heißt es in dem Bericht, den Grüne und AfD jeweils getrennt beantragt hatten. Erst danach könne man sagen, ob und was man konkret den drei Beschuldigten vorwerfen könne. Reul habe Strafanzeige gestellt, dabei gehe es um die Beleidigung eines Politikers. Zudem werde auch wegen der Bengalos ermittelt.

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Bei dem Einsatz rund um Reuls Haus waren laut Innenministerium in der Spitze 162 Polizisten im Einsatz. Beim Kölner Staatsschutz sei eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Bengalo" eingesetzt worden. "Die drei Beschuldigten sind bereits im Bereich der politisch linksmotivierten Kriminalität in Erscheinung getreten", schrieb das Ministerium.

Das Haus des Innenministers Herbert Reul (69, CDU) ist mit Überwachungskameras ausgestattet. Die Bilder werden aktuell ausgewertet.
Das Haus des Innenministers Herbert Reul (69, CDU) ist mit Überwachungskameras ausgestattet. Die Bilder werden aktuell ausgewertet.  © Federico Gambarini/dpa

Hinweise zu einer konkreten linksextremistischen Gruppierung oder dem Demonstrationsbündnis "Versammlungsgesetz NRW stoppen" lägen bei den drei Beschuldigten nicht vor.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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