Neue Quarantäneregeln für Schüler: SPD kritisiert NRW-Landesregierung

Düsseldorf - Der NRW-SPD-Chef und Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty (53) wirft der Landesregierung einen Alleingang bei den Corona-Quarantäneregeln für Schüler vor.

Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty (53, SPD) bemängelt die neuen Regeln. In NRW sollen künftig in der Regel nur noch infizierte Schüler in Quarantäne geschickt werden.
Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty (53, SPD) bemängelt die neuen Regeln. In NRW sollen künftig in der Regel nur noch infizierte Schüler in Quarantäne geschickt werden.  © Federico Gambarini/dpa

Das Land hatte am Mittwoch erklärt, dass in NRW künftig in der Regel nur noch infizierte Schüler in Quarantäne geschickt werden sollen.

"Was Herr Laumann und Frau Gebauer bei den Ländern nicht durchgesetzt bekommen haben, macht die Landesregierung jetzt wieder im Alleingang", sagte Kutschaty der WAZ (Donnerstag).

Er bezog sich auf die Länderrunde am Montag, bei der man sich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen hatte.

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Allerdings grundsätzlich so, dass nur noch enge Kontaktpersonen in Quarantäne sollen, aus der sich symptomfreie Kinder nach fünf Tagen frei testen können.

"Wofür gibt es solche Länderrunden, wenn sich die Landesregierung dann doch nicht an die Beschlüsse hält? Und warum hat NRW dem Beschluss überhaupt zugestimmt?", so Kutschaty zu WAZ.

Viele Corona-Tests notwendig

Nun komme es darauf an, im Falle einer Corona-Infektion eines Kindes die anderen Kinder fortan jeden Tag einzeln zu testen.

"Daran darf es jetzt kein Vorbei geben. Ich hoffe, die Landesregierung hat schon alles dafür vorbereitet", sagte Kutschaty.

Auch andere Länder wollen von der zwischen Bund und Ländern getroffenen Regelung abweichen. Baden-Württemberg etwa hatte sich enthalten.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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