Neue Regeln im Knast: Geimpfte Straftäter dürfen Besucher wieder umarmen

Düsseldorf - Das erste Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie dürfen geimpfte Häftlinge in Nordrhein-Westfalen Besucher wieder umarmen.

Auch in NRW-Gefängnissen gilt die neue Coronaschutz-Verordnung. Wer Inhaftierte besuchen will, muss selbst geimpft, genesen oder getestet sein.
Auch in NRW-Gefängnissen gilt die neue Coronaschutz-Verordnung. Wer Inhaftierte besuchen will, muss selbst geimpft, genesen oder getestet sein.  © Friso Gentsch/dpa

Wer Inhaftierte besuchen will, muss selbst geimpft, genesen oder getestet sein. Die sogenannte 3G-Regel wurde laut Justizministerium mit der neuen Coronaschutz-Verordnung auch für die Justizvollzugsanstalten eingeführt.

Mit Ausbruch der Pandemie waren in den Gefängnissen des Landes die Besuchsräume umgestaltet worden. Plexiglasscheiben wurden eingezogen, körperlicher Kontakt war einschließlich während Begrüßung und Verabschiedung strengstens verboten.

Das gilt nun nur noch für Gefangene, die noch nicht geimpft sind - sie müssen laut aktuellem Erlass des Justizministeriums weiter Abstand halten.

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Wie aus einem aktuellen Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags hervorgeht, wurden bis Ende August rund 7500 Inhaftierte durchgeimpft, gut 1400 einmal geimpft.

In NRW gibt es laut Ministerium zurzeit 13.591 Inhaftierte.

Eine genaue Impfquote kann man daraus nicht berechnen, da es in den Gefängnissen immer wieder Fluktuation gibt.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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