Laschet kündigt hohes Bußgeld für falsche Kontaktangaben an

Düsseldorf – Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen auf noch länger andauernde Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingestimmt.

NRW-Ministerpräsident Laschet (59, CDU) informiert über die Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundeskanzlerin zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie.
NRW-Ministerpräsident Laschet (59, CDU) informiert über die Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundeskanzlerin zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie.  © Marius Becker/dpa

Einen Lockdown wie im März oder Schulschließungen soll es aber nicht noch einmal geben.

Flächendeckende Maßnahmen in Deutschland seien nicht notwendig, sondern "lokale Handlungsmuster", sagte Laschet am Dienstag nach einer Bund-Länder-Schalte in Düsseldorf.

Das Land habe eine "gute Ausgangslage", hieß es weiter. "Aber das Risiko ist da. Mit diesem Risiko müssen wir mit möglichst gezielten Maßnahmen leben."

Dazu zählt, dass Menschen in NRW, die in Restaurants oder Gaststätten falsche Angaben zu ihrer Person machen, mit mehr als 150 Euro Bußgeld rechnen müssen.

Die genaue Höhe werde noch geklärt, sagte Laschet. Die Kontaktangaben würden auch in Stichproben überprüft.

Das Bußgeld werde höher sein als die jetzige Strafe für Maskenverweigerer im öffentlichen Nahverkehr, weil auch mehr Menschen mit Corona in Gaststätten infiziert werden könnten, erläuterte Laschet.

Es liege im gesundheitlichen Interesse jedes Einzelnen, seinen richtigen Namen zu hinterlassen. Die Kontaktnachverfolgung sei "die Schlüsselfrage der Pandemie".

Weiter appellierte Laschet an die Vernunft der Bürger: "Wir setzen darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger auf Feiern verzichten, die jetzt nicht notwendig sind".

Titelfoto: Marius Becker/dpa

Mehr zum Thema Nordrhein-Westfalen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0