Kriminelle greifen in NRW statistisch immer öfter zur Pistole

Düsseldorf – Die Zahl der Straftaten, bei denen Schusswaffen verwendet wurden, ist in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren trotz rückläufiger Kriminalität gestiegen.

Die Zahl der Waffengenehmigungen steigt in NRW. (Symbolbild)
Die Zahl der Waffengenehmigungen steigt in NRW. (Symbolbild)  © 123rf/Oleksandr Lutsenko

Waren es 2016 noch 581 Fälle, kletterte die Zahl im vergangenen Jahr auf 938 Straftaten mit Einsatz von Schusswaffen ohne Erlaubnis, wie das NRW-Innenministerium am Montag auf eine Anfrage der AfD-Fraktion mitgeteilt hat.

Dazu zählt allerdings auch die Verwendung erlaubnisfreier Schusswaffen.

Die Zahl der Straftaten, die mit Waffen begangen wurden, für die eine Erlaubnis vorlag, verdoppelte sich sogar: 2016 wurden genau 113 Taten und 2019 doppelt so viele, nämlich 259 Taten mit Schusswaffen begangen, für die eine Genehmigung vorlag.

Die Zahl der Waffengenehmigungen steigt in Nordrhein-Westfalen seit fünf Jahren an.

2015 waren noch 436.000 Menschen im Besitz einer Waffenerlaubnis. Im vergangenen Jahr waren es bereits 507.000.

Die meisten Waffen-Berechtigten haben mehr als eine Waffe zu Hause. Insgesamt 941.300 Schusswaffen lagern bei ihnen mit behördlicher Erlaubnis.

Titelfoto: 123rf/Oleksandr Lutsenko

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