NRW-Minister fordert Risikogruppen zu Grippe-Impfung auf

Düsseldorf – Zum Beginn der Grippesaison hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) eine höhere Impfquote bei besonders von der Krankheit gefährdeten Menschen angemahnt.

Am Dienstag hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) eine höhere Impfquote besonders für gefährdete Menschen angemahnt.
Am Dienstag hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) eine höhere Impfquote besonders für gefährdete Menschen angemahnt.  © Bildmontage picture alliance / dpa, Federico Gambarini/dpa

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sei eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen wie Menschen ab 60 Jahren und exponierten Berufsgruppen wie medizinischem Personal wichtig, um schwere Erkrankungen zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern zu vermeiden. 

"Impfen ist immer noch die effektivste Möglichkeit, gegen Infektionskrankheiten vorzugehen", betonte Laumann am Dienstag in Düsseldorf. Es wäre ein "Bombenerfolg", wenn NRW auf acht bis zehn Millionen geimpfte Menschen kommen würde - rund die Hälfte der Bevölkerung.

Einen großen Ansturm beobachte er bislang allerdings nicht, berichtete Laumann: "Ich erkenne jetzt nicht, dass wir einen Run auf die Impfstationen haben." 

Der Minister zeigte sich aber zuversichtlich, dass eine höhere Quote gelingen werde, da die Bevölkerung wegen der Corona-Krise sensibilisiert sei. 

Sorgen, dass es nicht genug Impfstoff geben könnte, mache er sich dabei nicht. Für ganz Deutschland seien in dieser Saison bislang rund 32 Millionen Influenza-Impfdosen vorhanden.

In NRW ließ sich im Vorjahr jeder Achte impfen

In der Saison 2018/19 ließen sich deutschlandweit nach Angaben des Robert Koch-Instituts rund ein Drittel der Senioren (35 Prozent) immunisieren. Bei Menschen mit chronischen Grundleiden war es etwa ein Fünftel bis die Hälfte. 

In Nordrhein-Westfalen hat sich im vergangenen Jahr etwa jeder achte gesetzlich Versicherte gegen Grippe impfen lassen, wie aus Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) hervorgeht. Demnach gab es 2019 gut zwei Millionen Grippeschutzimpfungen bei etwa 16 Millionen Versicherten.

Titelfoto: Bildmontage picture alliance / dpa, Federico Gambarini/dpa

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