NRW-Ministerium teilt mit: Rechtsextremisten nutzen Corona-Demos weiterhin für eigene Zwecke

Düsseldorf - Bereits im vergangenen Jahr wurde immer wieder deutlich, dass Rechtsextremisten sich unter Corona-Demos mischen und diese für eigene Zwecke nutzen. Laut NRW-Innenministerium ist das auch weiterhin der Fall.

Eisenach in Thüringen: Ein Teilnehmer einer von einem NPD-Funktionär im vergangenen Juli angemeldeten Demonstration trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "Ureinwohner" während er von einem Polizisten kontrolliert wird. (Symbolfoto)
Eisenach in Thüringen: Ein Teilnehmer einer von einem NPD-Funktionär im vergangenen Juli angemeldeten Demonstration trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "Ureinwohner" während er von einem Polizisten kontrolliert wird. (Symbolfoto)  © Michael Reichel/dpa

Rechtsextremistische Parteien und Gruppen versuchen laut Innenministerium weiter, Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen für eigene Zwecke zu instrumentalisieren.

In einem Bericht an den Innenausschuss des Landtags werden konkret Die Rechte, die NPD sowie die Identitäre Bewegung, Reichsbürger aber auch die Hooligangruppe Steeler Jungs genannt.

"Rechtsextremisten aus allen Bereichen mobilisieren immer wieder für
Protestversammlungen und nehmen auch daran teil. Dies gilt insbesondere für größere Versammlungen, bei denen mindestens eine dreistellige Zahl an Teilnehmern zu erwarten ist", heißt es in dem Bericht.

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Die Unterwanderung gehe inzwischen so weit, "dass Corona-Leugner auch aus dem nicht-extremistischen Umfeld immer häufiger den Sprachgebrauch der Rechtsextremisten nutzen".

Damit werde ein Klima erzeugt, das die "Gefahr einer Radikalisierung bis hin zur Ausübung von Gewalttaten in sich birgt".

Auch Polizisten werden bei Demos immer wieder attackiert

Laut Ministerium waren NPD-Mitglieder aus NRW Ende März sogar zu einer Kundgebung in Kassel gereist. Dort wurden zur Unterstützung der hessischen Behörden auch Polizisten aus Nordrhein-Westfalen eingesetzt.

Während die Beamten bei dieser Demo unverletzt blieben, wurden Polizisten aus NRW bei einem Einsatz in Dresden am 13. März attackiert - neun Beamte wurden laut Ministerium verletzt.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa

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