NRW-Städte wollen mit Tests von Corona-Notbremse abweichen

Herne/Mülheim – Mehrere große Ruhrgebietsstädte wollen mit Hilfe von Schnelltests trotz anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen ebenfalls von der Notbremse abweichen.

Duisburg und Herne haben angekündigt, dass Bürger mit tagesaktuellem negativem Schnelltest weiter mit Termin einkaufen oder etwa Museen besuchen dürfen. (Symbolbild)
Duisburg und Herne haben angekündigt, dass Bürger mit tagesaktuellem negativem Schnelltest weiter mit Termin einkaufen oder etwa Museen besuchen dürfen. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

So kündigten Duisburg und Herne am Samstag an, dass Bürger mit tagesaktuellem negativem Schnelltest weiter mit Termin einkaufen oder etwa Museen besuchen dürfen.

"Da Schnelltests mittlerweile an vielen dezentralen Standorten im gesamten Stadtgebiet angeboten werden, hat der Krisenstab der Stadt deshalb in Abstimmung mit dem Land beschlossen, diese Option zu nutzen", teilte die Stadt Duisburg am Samstag mit.

Auch in Herne habe man diese Möglichkeit so schnell wie möglich umsetzen wollen, um Gewerbetreibenden Sicherheit zu geben, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat ebenfalls beantragt, von dieser neuen Testoption Gebrauch zu machen.

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"Wir gewährleisten, dass genügend Testkapazitäten zur Verfügung stehen", teilte Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz (53, CDU) mit. Man gehe davon aus, dass der Antrag genehmigt werde.

Am Freitag hatte die Landesregierung überraschend erklärt, dass die vorgesehene Corona-Notbremse doch nicht an die landesweite, sondern an die regionale Inzidenz der Kreise und kreisfreien Städte gekoppelt werde.

Notbremse sieht Schließung von Handel, Museen und Zoos in NRW vor

In 31 Kreisen und Kommunen mit einem 3 Tage aufeinander folgend Corona-Wochenwert über 100 müssen Handel, Museen und Zoos wieder schließen - es sei denn, das Land genehmigt ein Testkonzept. Bereits am Freitag kündigten Wuppertal und der Rhein-Erft-Kreis an, von dieser Option Gebrauch machen zu wollen. Der Kreis Lippe wollte prüfen, ob die Testmöglichkeiten dazu ausreichend seien.

Die Millionenstadt Köln, deren Inzidenz ebenfalls über 100 liegt, hatte am Freitag angekündigt, aufgrund stark steigender Fallzahlen von einem entsprechenden Antrag beim Land derzeit abzusehen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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