NRW startet Dunkelfeld-Studie zu Antisemitismus

Köln - Eine sogenannte Dunkelfeld-Studie soll die Verbreitung antisemitischer Vorurteile und gefühlsbedingter Vorbehalte in der nordrhein-westfälischen Gesellschaft erhellen.

Die Studie soll antisemitische Vorurteile und Vorbehalte in NRW untersuchen. (Symbolbild)
Die Studie soll antisemitische Vorurteile und Vorbehalte in NRW untersuchen. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Dazu unterzeichnen Spitzenvertreter aus Politik und Wissenschaft am Dienstag in der Düsseldorfer Staatskanzlei eine Kooperationsvereinbarung.

Partner sind NRW-Innenminister Herbert Reul (70, CDU), die Antisemitismusbeauftragte des Landes, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (71), sowie Wissenschaftler der Universitäten Düsseldorf und Passau.

"Um wirksame Strategien gegen Antisemitismus entwickeln zu können, ist eine empirische Untersuchung der Verbreitung von antisemitischen Vorurteilen und Ressentiments in der Gesamtgesellschaft unausweichlich", erläuterte die Staatskanzlei das Vorhaben.

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Eine Dunkelfeld-Studie beleuchtet Sachverhalte auch jenseits der Kriminalstatistiken.

Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts im Frühjahr hatte Reul den Anstieg antisemitischer Straftaten von 2020 auf 2021 um 54 Prozent auf 437 Fälle als besorgniserregend bezeichnet.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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