NRW steuert auf Schwarz-Grün zu, Spitzenkandidaten prüfen Optionen

Düsseldorf - Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen stehen die Zeichen dort erstmals auf Schwarz-Grün. Sowohl CDU-Wahlsieger Hendrik Wüst (46) als auch Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur (44) hielten sich aber zunächst weitere Optionen offen.

Sowohl CDU-Wahlsieger Hendrik Wüst (46) als auch Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur (44) gehen offen in die Koalitionsgespräche.
Sowohl CDU-Wahlsieger Hendrik Wüst (46) als auch Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur (44) gehen offen in die Koalitionsgespräche.  © Kay Nietfeld/dpa, Michael Kappeler/dpa (Bildmontage)

Der CDU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen stimmte am Montagabend Sondierungsgesprächen mit SPD, Grünen und FDP zu. Die Grünen zeigten sich offen für Koalitionsgespräche mit CDU und SPD. "Die Einladungen gehen heute noch raus", sagte Wüst.

Zur Reihenfolge der Gespräche äußerte er sich nicht. Er werde mit allen, die sich auf die Einladung hin meldeten, zusammenkommen und das weitere Prozedere besprechen.

Die wichtigsten Themen seien die Versöhnung von Klimaschutz und Industrie-Arbeitsplätzen, soziale Sicherheit, beste Bildung, innere Sicherheit und moderne Mobilität.

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Die CDU hatte die Landtagswahl am Sonntag mit Abstand gewonnen - die Grünen legten im Vergleich zur Wahl 2017 deutlich zu. Die SPD landete mit einem historisch schlechten Ergebnis auf Platz zwei. Auch die FDP fuhr deutliche Verluste ein.

Christian Lindner: "Eine Ampel hätte gar keine innere Legitimation!"

Die derzeit regierende schwarz-gelbe Koalition von Ministerpräsident Wüst wurde abgewählt. Eine Mehrheit gibt es im Düsseldorfer Landtag für Schwarz-Grün, für eine große Koalition, aber auch für eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen.

Jedoch sah die FDP keine Perspektive für ein solches Dreierbündnis. "Die Ampel in Nordrhein-Westfalen hätte doch gar keine innere Legitimation", sagte der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner (43) am Montag.

Wüst schloss zwar eine große Koalition nicht kategorisch aus. Ein Bündnis von CDU und SPD gilt aber als äußerst unwahrscheinlich.

Auch SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty (53) sagte, dies stehe nicht oben auf seiner Wunschliste.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa, Michael Kappeler/dpa (Bildmontage)

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