Polizei und Feuerwehr verblüfft zum Karnevalsauftakt: "Wir hatten nichts!"

Köln - Keine Schnapsleichen, keine Schlägereien, keine Stürze: Der Auftakt des Straßenkarnevals ist in den rheinischen Hochburgen scheinbar komplett ausgefallen.

Ein Karnevalist vor dem Kölner Dom. Wegen Corona ist der Auftakt der Karnevalssaison am 11.11. abgesagt. Die Polizei und Feuerwehr berichten von null Einsätzen im Zusammenhang mit Karneval.
Ein Karnevalist vor dem Kölner Dom. Wegen Corona ist der Auftakt der Karnevalssaison am 11.11. abgesagt. Die Polizei und Feuerwehr berichten von null Einsätzen im Zusammenhang mit Karneval.  © Oliver Berg/dpa

"Die Stadt ist wie ausgestorben. Ruhiger als an einem Sonntagmorgen", sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf: "Wir haben nichts mit Helau, nicht einmal ein paar vereinzelte Narren - schade, aber vernünftig."

"Es konnten keine karnevalistischen Aktivitäten festgestellt werden", hieß es auch bei der Bonner Polizei. "Wir hatten nichts."

Auch die Feuerwehr, die am Donnerstag zum "Twittergewitter" aufgerufen hatte, verbrachte allem Anschein nach in Nordrhein-Westfalen einen außergewöhnlich ruhigen Tag.

Vereinzelt bereiteten Eiszapfen oder Dachlawinen den Rettern leichtes Kopfzerbrechen, nirgendwo aber hatten sie es mit außer Rand und Band geratenen Narren zu tun.

Die Appelle zu pandemischer Vorsicht waren offenbar trotz prächtigen Sonnenscheins auf fruchtbaren Boden gefallen.

Man habe im Zusammenhang mit Karneval "null" zu berichten, sagte sogar ein Sprecher der Polizei Köln.

Feuerwehr erlebt einen ruhigen Karnevalstag

Normalerweise gilt Weiberfastnacht in Köln als der problematischste Karnevalstag - in normalen Jahren strömen dann Hunderttausende Touristen in die Stadt.

Diesmal ist es in Köln während der Karnevalstage im gesamten Stadtgebiet verboten, Alkohol im öffentlichen Raum zu trinken.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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