Protest bei Tönnies: Aktivisten ketten sich mit Schlössern zusammen

Rheda-Wiedenbrück - Aktivisten haben am Standort Rheda-Wiedenbrück des Fleischverarbeiters Tönnies protestiert.

Vier Aktivisten vom "Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie" haben ein Dach der Firma Tönnies besetzt und hingen von dort ein Transparent mit der Aufschrift: "SHUT DOWN TIERINDUSTRIE" auf.
Vier Aktivisten vom "Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie" haben ein Dach der Firma Tönnies besetzt und hingen von dort ein Transparent mit der Aufschrift: "SHUT DOWN TIERINDUSTRIE" auf.  © Guido Kirchner/dpa

Sie forderten ab dem frühen Samstagmorgen auf Plakaten etwa "Schluss mit der Ausbeutung von Mensch und Tier", wie ein Polizeisprecher sagte. Vier Aktivisten hätten auf dem Dach des Betriebes ein Plakat gezeigt, weitere Demonstranten hätten Zelte in der Einfahrt des Fleischbetriebs aufgebaut und diese blockiert, hieß es. 

Nach Angaben eines dpa-Reporters hatten sich einige der Protestierenden mit Fahrradschlössern zusammengekettet. Die Polizei sprach von insgesamt etwa 25 Aktivisten.

In dem Tönnies-Standort hatte sich das Coronavirus so weit verbreitet, dass regional strenge Beschränkungen für die Bevölkerung der Kreise Gütersloh und Warendorf verhängt wurden. 

Die Fälle von Infektionen in Schlachtbetrieben warfen ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen und Werksverträge in der Branche.

Aktivisten vom "Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie" haben die Einfahrt der Firma Tönnies besetzt, zwei davon haben sich mit Fahrradschlössern um den Hals angekettet und sitzen vor den Transparenten.
Aktivisten vom "Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie" haben die Einfahrt der Firma Tönnies besetzt, zwei davon haben sich mit Fahrradschlössern um den Hals angekettet und sitzen vor den Transparenten.  © Guido Kirchner/dpa

Nach Angaben der Stadt Rheda-Wiedenbrück waren bei einer Reihenuntersuchung unter den 6139 Betriebsangehörigen von Tönnies (Stand 21. Juni) mit 1413 etwa 23 Prozent positiv auf Corona getestet worden. Die Stadt spricht vom größten einzelnen Ausbruchsgeschehen in Deutschland.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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