Radikalisierung verhindern: So viele Islamisten werden aktuell in NRW betreut

Düsseldorf – Im Aussteigerprogramm Islamismus des NRW-Innenministeriums werden nach einem Medienbericht aktuell zwischen 50 und 60 Islamisten betreut. 

In NRW werden aktuell zwischen 50 und 60 Islamisten betreut, um ein mögliches Abrutschen in den Salafismus zu verhindern. (Symbolbild)
In NRW werden aktuell zwischen 50 und 60 Islamisten betreut, um ein mögliches Abrutschen in den Salafismus zu verhindern. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

"Bei etwa 30 der aktuellen Begleitungen konnten wir bereits eine deutliche Distanzierung von der extremistischen Ideologie und Szene feststellen. Es ist zu erwarten, dass ein Großteil dieser Fälle kurz- bis mittelfristig positiv abgeschlossen werden kann", sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Das Programm habe sich insgesamt bereits mit 190 Islamisten befasst.

Beim Präventionsprogramm Wegweiser, das sich an Jugendliche richtet, die in den gewaltbereiten Salafismus drohen abzurutschen, sind dem Bericht zufolge bislang 1000 Jugendliche und junge Erwachsene intensiv betreut worden.

In 56 Prozent der Fälle waren die Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahre alt. 14 Prozent waren Kinder unter 14. Rund ein Viertel waren Mädchen und junge Frauen.

"80 bis 90 Prozent der Beratungsfälle nehmen einen langfristigen positiven Verlauf. Das heißt konkret, dass sich extremistische Einstellungen nicht festsetzten", sagte der Sprecher der Zeitung.

In Fällen fortgeschrittener Radikalisierung sei aber sichergestellt, dass Angebote zum Ausstieg vom Aussteigerprogramm Islamismus unterbreitet werden.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

Mehr zum Thema Nordrhein-Westfalen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0