Herbert Reul räumt Fehler ein: Beförderungsfeiern sendeten "falsches Signal"

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (68, CDU) hat nach seiner Corona-Infektion Fehler eingeräumt.

Nach seiner Corona-Infektion hat NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) Fehler eingeräumt. Die Beförderungsfeiern in seinem Haus seien ein "falsches Signal nach außen" gewesen.
Nach seiner Corona-Infektion hat NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) Fehler eingeräumt. Die Beförderungsfeiern in seinem Haus seien ein "falsches Signal nach außen" gewesen.  © Federico Gambarini/dpa

Die Beförderungsfeiern in seinem Haus seien trotz der strengen Hygienemaßnahmen ein "falsches Signal nach außen" gewesen, heißt es in einer hausinternen Mitarbeiter-Mail Reuls vom Mittwoch, die ein Ministeriumssprecher auf Anfrage bestätigte. Die Westdeutsche Allgemeinen Zeitung (WAZ) hatte zuerst über die Mail berichtet.

"Auch auf die ein oder andere Dienstbesprechung in Präsenz hätte man sicher verzichten können", so der Minister darin weiter. Reul selbst ist inzwischen von einer Corona-Infektion genesen, negativ getestet und seit Dienstag wieder im Büro.

Mit den Beförderungsfeiern habe er Wertschätzung ausdrücken wollen: "Die Urkunde einfach nach Hause zu schicken, war für mich schwer vorstellbar."

Während seiner eigenen Corona-Zwangspause sei er zu der Einsicht gelangt, dass die Schutzmaßnahmen im Innenministerium ausgeweitet werden müssten: "Vielleicht hätten wir, hätte auch ich persönlich, an der ein oder anderen Stelle noch etwas vorsichtiger sein müssen."

Urkunden würden vorläufig nur noch in Einzelterminen übergeben, hausinterne Besprechungen sollten grundsätzlich nur noch als Telefon- oder Videokonferenz durchgeführt werden, heißt es in dem Schreiben.

15 weitere Coronavirus-Fälle in Innenministerium

Neben Reul waren im Innenministerium laut WAZ noch 15 weitere Mitarbeiter mit Corona infiziert, darunter Staatssekretär Jürgen Mathies und die Personenschützer des Ministers.

Es habe nach den Beförderungsfeiern "gesichert keine positiven Fälle, keinerlei Infektionsgeschehen" gegeben, hatte das Innenministerium betont. Reul war Mitte Februar positiv auf das Coronavirus getestet worden - er hatte sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante infiziert.

Die letzte Beförderungsfeier hatte im Januar stattgefunden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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