RWE bietet Flutopfern Wohnungen in leergezogenen Häusern an, Hotels in Köln stellen Betten bereit

Köln - Der Energiekonzern RWE bietet Menschen, die durch die Unwetterkatastrophe ihre Wohnungen verloren haben, Unterkunft in leeren Häusern im Braunkohlegebiet an.

Ein Hotelzimmer wird frisch bezogen. (Symbolbild)
Ein Hotelzimmer wird frisch bezogen. (Symbolbild)  © Carsten Koall/dpa

Konkret gehe es um Häuser, die RWE im Zuge der Umsiedlungen für die Tagebaue angekauft habe und die jetzt leer stünden, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch.

Einige Häuser könnten sofort wieder bezogen werden, andere müssten erst wieder mit Strom und Wasser versorgt werden.

RWE suche aber auch nach anderen Unterbringungsmöglichkeiten. Die Stadt Erftstadt hatte die Bürger auf Facebook über das Angebot von RWE informiert.

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Damit die Braunkohlebagger vorrücken können, müssen die Ortschaften an den Tagebauen nach und nach weichen.

Die Bewohner werden dazu umgesiedelt, oft gemeinsam in ein neuerrichtetes Wohngebiet. Die Umsiedlung trifft aber auch auf heftige Kritik in der Region.

Hoteliers in NRW stellen rund 1000 Betten bereit

Hoteliers in NRW haben unterdessen rund 1000 Betten kostenlos für Flutopfer zur Verfügung gestellt.

Der Branchenverband Dehoga hat eine Hotline zu Vermittlung der Zimmer geschaltet.

Die Hotelbetten würden vor allem im Regierungsbezirk Köln angeboten, teilte Dehoga NRW mit. "Wir haben festgestellt, dass die "Vermittlungslücke" zwischen Betroffenen, den Hotels und den Kommunen geschlossen werden muss", sagte Dehoga-Geschäftsführer Nordrhein, Christoph Becker.

  • Die Hotline lautet 0800 9886071 und ist zunächst von 10 Uhr bis 18 Uhr besetzt.

Titelfoto: Carsten Koall/dpa

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