Schausteller haben klare Forderung: Volksfeste in NRW schon im Sommer wieder erlauben

Köln - Angesichts der niedrigen Corona-Inzidenzwerte fordert der Deutsche Schaustellerbund (DSB) in Nordrhein-Westfalen eine Erlaubnis für Volksfeste noch im Sommer.

Der Deutsche Schaustellerbund (DSB) in NRW fordert angesichts der niedrigen Corona-Inzidenzwerte eine Erlaubnis für Volksfeste noch im Sommer. (Archivbild)
Der Deutsche Schaustellerbund (DSB) in NRW fordert angesichts der niedrigen Corona-Inzidenzwerte eine Erlaubnis für Volksfeste noch im Sommer. (Archivbild)  © Marcel Kusch/dpa

"Es ist frustrierend zu sehen, wie es rundherum und in anderen Branchen Lockerungen gibt - und die Schausteller bleiben erstmal wieder außen vor", sagte DSB-Präsident Albert Ritter der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

In NRW sind nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung erst ab dem 1. September Volksfeste und Kirmesveranstaltungen mit Negativtest und Hygienekonzept möglich.

Voraussetzung ist, dass die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche stabil unter 35 pro 100.000 Einwohner liegt. Die dann geltende Inzidenzstufe 1 ist bereits jetzt in fast allen Regionen in NRW sowie für das Land erreicht.

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Trotz der Perspektiven ab September blickt er nicht allzu hoffnungsvoll in Richtung Herbst. "Viele Kommunen als Veranstalter haben auch die Feste, die es dann normalerweise noch gibt, längst abgesagt", kritisierte Ritter, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW ist.

Dies betreffe Großveranstaltungen wie den Bonner Pützchens Markt, aber auch eine Reihe kleinerer Stadt- und Schützenfeste.

Appelle der Schausteller blieben in vielen Fällen ungehört

"Wir haben immer wieder gesagt, dass die Kommunen nicht vorschnell alles abblasen sollen, und dass die Schausteller bereit sind, kurzfristige Auflösungsklauseln zu akzeptieren", sagte Ritter. Leider hätten diese Appelle in vielen Fällen nichts genutzt.

Hygienekonzepte lägen vor und seien bei den temporären Freizeitparks im vergangenen Sommer erfolgreich erprobt worden.

"Aber es fehlt den Kommunen an Mut, die Veranstaltungen durchzuführen."

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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