Schleppender Start: Viele Impfungen bei Betriebsärzten verzögern sich

Bonn/Düsseldorf – Das Problem, dass am heutigen Montag beinahe keine Impftermine vergeben werden können, bahnte sich bereits vor Wochen an.

Auch die Betriebsärzte sollten heute neben den Hausärzten mit dem Impfen starten. (Symbolbild)
Auch die Betriebsärzte sollten heute neben den Hausärzten mit dem Impfen starten. (Symbolbild)  © Annette Riedl/dpa

Denn der Impfstart bei den Betriebsärzten läuft nach Schilderung von Verbandsvertretern wegen zu unkonkreter Liefertermine und sehr geringen Impfstoffmengen mit Verzögerungen an.

"Die meisten werden wohl erst ab morgen richtig loslegen", sagte die Vorsitzende des Regionalverbandes Nordrhein-Süd im Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Tanja Menting, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Bei einer Impfstoff-Ankündigung im Laufe des Montagnachmittags ohne Uhrzeit könne man an dem Tag nicht planen, zumal der Impfstoff von Biontech/Pfizer vor dem Impfen zunächst erst einmal aufbereitet werden müsse.

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Der Vorsitzende des Betriebsärzte-Regionalverbandes Nordrhein-Nord, Thomas Meier, berichtete von einer kurzfristigen Verschiebung des Liefertermins auf Dienstag in seinem Bereich.

Wenn die Termintools nach dem Eintreffen der Impfdosen freigeschaltet werden können, sei ein riesiger Ansturm zu erwarten.

"Wie bei Madonna-Konzert": Es steht wenig Impfstoff zur Verfügung

"Das ist wie bei den Tickets für ein Madonna-Konzert. In zwei Minuten ist alles weg", sagte Meier. Er befürchtet sogar, dass in der kommenden Woche noch weniger Impfstoff als die rund 100 Impfdosen je Betriebsarzt zur Verfügung stehen werden, die für diese Woche angekündigt worden seien.

Mit dem Wegfall der Impfpriorisierung an diesem Montag werden die Betriebsärzte in die Impfaktion gegen das Coronavirus einbezogen. Sie sind die dritte Säule nach den Impfzentren und den Hausärzten.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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