Schüler in NRW beklagen "Moodle"-Störung bei Fernunterricht

Düsseldorf - Der NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (54, FDP) waren trotz Beschwerden von Schülern zunächst keine Störungen bei der Lernplattform "Moodle" bekannt.

Yvonne Gebauer (54, FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen.
Yvonne Gebauer (54, FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen.  © Marcel Kusch/dpa

Nachdem sich Schüler und Eltern am Montagvormittag in Sozialen Medien über Störungen bei der Lernplattform "Moodle" beschwert haben, waren Bildungsministerin Yvonne Gebauer (54, FDP) nach ihren eigenen Worten zunächst keine entsprechenden Probleme beim "Moodle"-basierten System "Logineo" bekannt.

Es gebe noch keine entsprechenden Rückmeldungen, sagte Gebauer am Montag im Schulausschuss, nachdem die SPD vorher die Nachrichten über Störungen bei "Moodle" thematisiert hatte.

Bundesweit habe es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben, so Gebauer.

Bis dato gebe es aber keine Rückmeldungen, dass größere Probleme mit Moodle in NRW aufgetreten seien.

Viele Schulen hätten aber auch andere Systeme, auf die das Ministerium keinen Einfluss habe.

NRW-Lernplattform Logineo

Auf der NRW-Lernplattform Logineo können Lehrer Texte, Videos und andere Unterrichtsmaterialien online bereitstellen. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Aufgaben und laden ihre Ergebnisse hoch.

Logineo NRW LMS nutze Server mit hohen Kapazitäten, heißt es auf der Internetseite des NRW-Schulministeriums. Deshalb sei die digitale Plattform "selbst zu Spitzenzeiten" zuverlässig und schnell für den Unterricht verfügbar.

Nach Angaben des Berliner Unternehmens Eledia, das Logineo NRW LMS für das Land betreibt, nutzen etwa 2000 NRW-Schulen die Plattform. "Unsere Serverüberwachung meldet den ganzen Morgen stabilen Betrieb", sagte Eledia-Geschäftsführer Ralf Hilgenstock. Die Schulen in NRW nutzen verschiedene Lernplattformen, unter anderem Iserv. Diese Schulplattform meldete am Montagmorgen "allgemeine Problem" bei Videokonferenzen.

Die NRW-Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Maike Finnern, rechnet auch weiterhin mit Problemen beim Zugang zu den Lernplattformen.

"Wenn viele gleichzeitig drauf zugreifen, können die Plattformen dem Ansturm schwer standhalten", sagte Finnern. "Das ist ein Problem und wird auch in den nächsten drei Wochen nicht vollständig behoben werden können."

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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