Schulministerin legt genauen Plan vor: So sollen Besetzungsprobleme an Schulen behoben werden

Düsseldorf - Schulministerin Dorothee Feller (56, CDU) stellt am Mittwoch (ab 10 Uhr) im Fachausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags ein Handlungskonzept zur Unterrichtsversorgung vor.

Dorothee Feller (56, CDU) ist seit dem 29. Juni dieses Jahres Ministerin für Schule und Bildung in NRW.
Dorothee Feller (56, CDU) ist seit dem 29. Juni dieses Jahres Ministerin für Schule und Bildung in NRW.  © Roberto Pfeil/dpa

An den Schulen des Landes sind nach der jüngsten Statistik des Ministeriums rund 8000 Lehrerstellen nicht besetzt. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer fehlen nach wie vor an den Grundschulen, dort sind mehr als 3400 Stellen vakant.

In einer Aktuellen Stunde des Landtags hatte Feller eine ausreichende Lehrerversorgung in der vergangenen Woche als eine der größten Herausforderungen bezeichnet. Eine Arbeitsgruppe hat seit dem Sommer an einem Maßnahmenbündel gefeilt.

Der Haushaltsentwurf der schwarz-grünen Landesregierung für 2023 sieht mehr als 5000 zusätzliche Stellen im Bereich Schule vor. Fraglich ist allerdings, ob sie auch besetzt werden können.

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Eine Ursache für die Probleme sieht die Ministerin in mangelnder gesellschaftlicher Wertschätzung für den Beruf.

Knapp 8000 neue Lehrkräfte 2022 eingestellt

Trotz der aktuell hohen Zahl an unbesetzten Stellen macht sie einen "leichten positiven Trend" aus. So seien im ablaufenden Jahr trotz der angespannten Lage auf dem Fachkräftemarkt 7940 Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal neu eingestellt worden. Die SPD-Opposition spricht dagegen schon von einer "tiefliegenden Bildungskatastrophe".

Eine Studie hatte kürzlich ergeben, dass immer mehr Grundschulkinder in NRW Probleme in Mathematik und Deutsch haben. Im Fünf-Jahres-Vergleich sind die Viertklässler in ihren Kompetenzen in diesen Hauptfächern sogar deutlich zurückgefallen.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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