Shoppen, aber mit Regeln: Was ab Montag in NRW erlaubt ist

Düsseldorf – Es wird ein bisschen lockerer in Nordrhein-Westfalen: Das Land setzt die jüngsten Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) praktisch eins zu eins um.

In Nordrhein-Westfalen darf der gesamte Einzelhandel vom Wochenstart wieder öffnen. Dabei müssen aber bestimmte Regeln eingehalten werden. (Symbolbild)
In Nordrhein-Westfalen darf der gesamte Einzelhandel vom Wochenstart wieder öffnen. Dabei müssen aber bestimmte Regeln eingehalten werden. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Ab Montag ist - wenn das Infektionsgeschehen so bleibt wie bisher - unter anderem Shoppen in bisher geschlossenen Läden mit Termin und Zeitfenster erlaubt. Auch zur Gesichtskosmetik dürfen die Menschen wieder, aber nur mit negativem Corona-Test.

Der gesamte Einzelhandel darf wieder öffnen, rein kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit. Die Anzahl der Kunden ist auf einen pro 40 Quadratmeter begrenzt. Händler können Kunden auch kurz vorher am Ladeneingang einen Termin geben.

Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen und bei kleineren Läden einen Kunden pro 10 Quadratmeter rein lassen.

Wie es für Regionen mit besonders niedriger Sieben-Tage-Inzidenz weitergeht, etwa Münster, bleibt offen. Die Landesregierung prüfe, inwieweit "unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können", hieß es in einer Mitteilung.

Kosmetikstudios, Museen und Zoos dürfen wieder öffnen

Friseure haben in NRW bereits seit dem 1. März wieder auf, am Montag folgen ihnen auch die Kosmetikstudios. (Archivfoto)
Friseure haben in NRW bereits seit dem 1. März wieder auf, am Montag folgen ihnen auch die Kosmetikstudios. (Archivfoto)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Sogenannte körpernahe Dienstleistungen - also Kosmetik und Co. - sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig.

Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann - zum Beispiel bei Gesichtskosmetik - ist laut Gesundheitsministerium "ein tagesaktuelles negatives Testergebnis" notwendig.

"Das Ergebnis muss von einer Teststelle bestätigt sein. Insofern kann der Test nicht bei der Kosmetikerin gemacht werden." Das schriftlich oder digital bestätigte Ergebnis sei mitzuführen, um Einlass zu bekommen. Das Personal wiederum muss regelmäßig getestet werden.

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Museen, Galerien, Schlösser und Zoos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Besucher müssen vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten.

Treffen im öffentlichen Raum sind wieder mit höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten - unabhängig von den Wohnverhältnissen - als ein Hausstand.

Nur kleine Sportgruppen erlaubt, Sonderregelung für Regionen mit niedriger Inzidenz?

Sport im Freien darf in kleinen Gruppen getrieben werden. Ähnlich sieht es beim Musikunterricht in Präsenz aus. (Symbolbild)
Sport im Freien darf in kleinen Gruppen getrieben werden. Ähnlich sieht es beim Musikunterricht in Präsenz aus. (Symbolbild)  © Henning Kaiser/dpa

Im Freien dürfen nun höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen gemeinsam Sport ausüben. Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern (bis einschließlich 14 Jahren) mit bis zu 2 Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen sind erlaubt.

Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt.

Inwieweit es weitere Lockerungen für Regionen mit besonders niedriger Inzidenz geben könnte, steht noch nicht fest.

Die Landesregierung prüfe noch, "inwieweit für Kreise und kreisfreie Städte mit einem nachhaltig geringeren Infektionsgeschehen unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können", hieß es am Freitag zuletzt in einer Mitteilung.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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