Winterberg und Co. wollen wieder öffnen: Laufen bald die Skilifte wieder?

Winterberg – Bald sollen die Skilifte in Schneegebieten wieder laufen – zumindest, wenn es nach den Betreibern geht. Die Skigebiete im Sauerland und im hessischen Willingen setzen sich für einen schrittweisen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown ein.

Wenn es nach den Skigebieten im Sauerland geht, ist dort bald wieder Wintersport möglich.
Wenn es nach den Skigebieten im Sauerland geht, ist dort bald wieder Wintersport möglich.  © Oliver Berg/dpa

Man habe Hygiene-Konzepte mit limitiertem Ticketverkauf und strengen Kontrollen, um sicheren Wintersport anzubieten, teilte die Wintersport-Arena Sauerland, der Zusammenschluss der Skigebiete in der Region, am Donnerstag mit.

Bei weiterhin sinkenden Corona-Infektionszahlen fordern sie demnach noch in dieser Saison Lockerungen, die sie "vorsichtig und verantwortungsvoll" umsetzen wollen.

"Dabei denken die Liftbetreiber beispielsweise an Testtage, sehr kleine Ticketkontingente, die dann langsam zu steigern wären", hieß es weiter.

Die Besucherlenkung soll durch Zäune und Hinweistafeln sowie Kontrollen auf Parkplätzen und Zuwegen erfolgen, außerdem könne man die Betriebszeiten ausweiten, um die erhöhte Nachfrage zu verteilen.

Einen Andrang wie zum Jahreswechsel befürchten sie nicht. Diesem würde durch den limitierten Ticketverkauf entgegengewirkt. Außerdem sei der Anreiseverkehr außerhalb der Ferienzeit erfahrungsgemäß ohnehin deutlich geringer.

Skigebiete vor dem finanziellen Ruin

Zudem verweisen die Skigebiete darauf, dass an der frischen Luft eine deutlich geringere Ansteckungsgefahr bestehe als in geschlossenen Räumen. Eine Öffnung der Skigebiete könne vielmehr Menschen motivieren, sich im Freien aufzuhalten, um die Infektionsgefahr in Räumen zu verringern.

Sollten die Auflagen nicht gelockert werden, fordern die Liftbetreiber passendere finanzielle Unterstützung. Die aktuellen Hilfsangebote griffen im Fall der Skigebiete kaum, hieß es. Effektiv würden sie nur zehn bis 15 Prozent ihrer Kosten erstattet bekommen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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