Stamp angesichts neuer Corona-Mutation in Sorge: Groß-Veranstaltungen in NRW auf dem Prüfstand

Köln - Der stellvertretende NRW-Regierungschef Joachim Stamp (51) hat sich mit Blick auf zukünftige Großveranstaltungen skeptisch gezeigt.

Angesichts der aktuellen Corona-Lage hat sich der stellvertretende NRW-Regierungschef Joachim Stamp (51, FDP) mit Blick auf Großveranstaltungen skeptisch gezeigt.
Angesichts der aktuellen Corona-Lage hat sich der stellvertretende NRW-Regierungschef Joachim Stamp (51, FDP) mit Blick auf Großveranstaltungen skeptisch gezeigt.  © David Young/dpa

Es müsse alles auf den Prüfstand kommen, sagte der FDP-Politiker am Samstag im Deutschlandfunk auch unter Hinweis auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus.

Auf die Frage, warum für die heutige Partie des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach 50.000 Zuschauer zugelassen seien, sagte Stamp, das sei eine Diskussion von Gesundheitspolitikern und der Kommunen miteinander gewesen.

Bisher sei man der Auffassung gewesen, dass im Freien und bei 2G-Regel das Ansteckungsrisiko "beherrschbar" sei.

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"Wir müssen aber insgesamt angesichts der laufenden Entwicklung, insbesondere dessen, was uns möglicherweise da auch an neuen Mutationen ins Haus steht, alles auf den Prüfstand stellen."

Das Gesundheitsamt der Stadt Köln hatte die 50.000 Besucher für das Derby am Samstag zugelassen.

Ob die Zustimmung zur Vollauslastung in Zukunft aber erneut erteilt werden könne, hänge vom Pandemie-Geschehen ab.

Sorge um neue Omikron-Variante

Ein Patient, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, wird in einem südafrikanischen Krankenhaus behandelt. Die Ausbreitung der neuen Variante hat internationale Besorgnis ausgelöst.
Ein Patient, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, wird in einem südafrikanischen Krankenhaus behandelt. Die Ausbreitung der neuen Variante hat internationale Besorgnis ausgelöst.  © Jerome Delay/AP/dpa

Die im südlichen Afrika nachgewiesene neue Omikron-Variante bereitet auch in Deutschland große Sorgen.

Stamp verwies zudem auf eine Äußerung von Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) von Freitag, derzufolge auch die umstrittene Maskenfreiheit am Sitzplatz - gerade erst seit 2. November gültig - wieder überprüft werde.

Auch seine beiden Töchter tragen weiterhin freiwillig im Klassenraum einen Mund-Nasen-Schutz, schilderte der Familienminister.

Titelfoto: David Young/dpa

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