Tag der Organspende: 2000 chronisch Kranke Menschen warten in NRW auf ihre Rettung

Bochum - Mehr als 2000 chronisch kranke Menschen in Nordrhein-Westfalen warten derzeit auf eine lebensrettende Organspende.

In NRW warten mehr als 2000 chronisch kranke Menschen auf eine lebensrettende Organspende. Seit Jahren liege die Zahl der Spender auf einem niedrigen Niveau. (Archivbild)
In NRW warten mehr als 2000 chronisch kranke Menschen auf eine lebensrettende Organspende. Seit Jahren liege die Zahl der Spender auf einem niedrigen Niveau. (Archivbild)  © Daniel Maurer/dpa

Darauf hat das Netzwerk Organspende zum Tag der Organspende am Samstag hingewiesen. Seit Jahren liege die Zahl der Spender auf einem niedrigen Niveau.

2020 gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland demnach nur 174 Spender, 556 Organe seien transplantiert worden.

Deutschlandweit hätten zwar 84 Prozent aller Menschen eine positive Einstellung zur Organspende. Aber bei nur 39 Prozent finde sich diese Haltung in Form eines Spenderausweises wieder oder sei in einer Patientenverfügung dokumentiert, sagte der NRW-Vorsitzende des Netzwerks, Stefan Palmowski.

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Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss aller Selbsthilfeorganisationen im Bereich Organspende und Transplantation.

Laut Verband der Privaten Krankenversicherung sterben jedes Jahr in Deutschland rund 1000 Menschen wegen fehlender Spenderorgane.

Die Pandemie habe auf die Spendebereitschaft nur einen schwachen Effekt gehabt. Der Bundestag hatte 2020 Neuregelungen beschlossen, die auf eine stärkere Sensibilisierung dafür zielen, konkret über eine Organspende nach dem Tod zu entscheiden.

Titelfoto: Daniel Maurer/dpa

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