Tanz-Video im Gefängnis-Krankenhaus: NRW hat alles richtig gemacht

Düsseldorf/Fröndenberg – Für ein Tanz-Video im Gefängnis-Krankenhaus Fröndenberg hat das Land Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Justizministeriums 2000 Euro an Lizenzgebühren bezahlt.

Das Land NRW muss erneut für die sogenannte "Jerusalema Challenge" Strafe zahlen. Dieses Mal geht es um ein Tanz-Video im Gefängnis-Krankenhaus Fröndenberg. (Symbolbild)
Das Land NRW muss erneut für die sogenannte "Jerusalema Challenge" Strafe zahlen. Dieses Mal geht es um ein Tanz-Video im Gefängnis-Krankenhaus Fröndenberg. (Symbolbild)  © 123RF/Josef Kubeš

Man habe schon vor der Veröffentlichung der "Jerusalema Challenge" hinter Gittern die Rechtefrage geklärt, wie aus einem Bericht an den Landtag hervorgeht.

So habe das Ministerium am 4. Januar von dem Video erfahren und schon drei Tage später zu Warner Music Kontakt aufgenommen, so die Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD. Als der Internetfilm wenige Tage später online gestellt wurde, sei er bereits lizenziert gewesen.

Laut einer Sprecherin des Justizministeriums teilten sich die 2000 Euro auf Warner Music und zwei weitere Musikverlage auf. Alle drei haben Rechte an dem Song. Die Lizenz habe für zwei Monate gegolten, so das Ministerium. Daher ist das Video inzwischen nicht mehr online.

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Bei der "Jerusalema Challenge" tanzen in Videos zum Beispiel Rettungskräfte, Ärzte, Pflegepersonal, Polizisten oder Bürogemeinschaften zu dem eingängigen Song der südafrikanischen Künstler DJ Master KG und Nomcebo Zikode.

Die Internet-Videos sollen Hoffnung in der Corona-Pandemie machen. Warner Music war nachträglich in vielen Fällen in Lizenzgebührenverhandlungen eingetreten.

Titelfoto: 123RF/Josef Kubeš

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