Tausende Kinder radeln durch Köln und andere NRW-Städte: Das steckt dahinter

Köln – Sie radeln, um auf ein wichtiges Anliegen aufmerksam zu machen: Tausende große und kleine Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen haben in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen für rad- und kinderfreundliche Städte demonstriert.

Im Rahmen der "Kidical Mass" schwingen sich die jüngsten Verkehrsteilnehmer aufs Fahrrad.
Im Rahmen der "Kidical Mass" schwingen sich die jüngsten Verkehrsteilnehmer aufs Fahrrad.  © Thomas Banneyer/dpa

Das Bündnis "Kidical Mass" hatte aufgerufen, auf verschiedenen Touren verkehrspolitischen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Am Sonntag etwa setzte sich in Köln eine Rad-Kolonne vom Rudolfplatz zum sogenannten Nippeser Tälchen in Bewegung. Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl in der Domstadt auf rund 1500. Ebenso viele hatten am Samstag in Dortmund mitgemacht, hieß es.

Auch in Düsseldorf, Bonn, Essen und Münster standen am Wochenende Demos auf dem Programm.

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Das Bündnis fordert von der nächsten Bundesregierung unter anderem Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts und baulich getrennte, breite Radwege an Hauptstraßen.

"Die Verkehrsinfrastruktur ist für das Auto gemacht. Radwege sind oft viel zu schmal, holprig oder gar nicht vorhanden. Auch Kreuzungen und Einmündungen sind selten für den Radverkehr ausgelegt und darum passieren hier die meisten Unfälle", kritisierten die Organisatoren. Des Öfteren würden Eltern sogar als fahrlässig beschimpft, weil sie ihre Kinder selbstständig zur Schule fahren oder laufen ließen.

Kinder demonstrieren für sichere Fahrradwege in Köln.
Kinder demonstrieren für sichere Fahrradwege in Köln.  © Thomas Banneyer/dpa

Im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 20.000 Menschen deutschlandweit an der Aktion beteiligt. Die Organisatoren rechneten 2021 mit einer ähnlich großen Anzahl demonstrierender Fahrradfreunde, sagte ein Sprecher.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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