Tempo 140 mit VW Golf: Raser tischt Polizisten dreiste Lüge auf

Ratingen – Ein 26-Jähriger wollte sich nach einer rasanten Autofahrt durch Ratingen mit einer dreisten Lüge vor der Polizei aus der Affäre ziehen.

Die Polizei hat in Ratingen einen Raser aus dem Verkehr gezogen. (Symbolbild)
Die Polizei hat in Ratingen einen Raser aus dem Verkehr gezogen. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Die Beamten hatten den jungen Mann in der Nacht auf Samstag angehalten, nachdem dieser das Tempolimit mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometer pro Stunde überschritten hatte.

Wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte, war eine Streife gegen 0.40 Uhr auf der Kaiserswerther Straße in Ratingen-West auf den 26-Jährigen aufmerksam geworden. Er sei mit seinem weißen VW Golf GTI mit überhöhter Geschwindigkeit und sehr lautem Motor an dem Polizeiauto vorbeigerast.

Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, die sie rund zwei Kilometer weit über den Hauser- und Maubeuger Ring führte, bis der Golf-Fahrer an einer Kreuzung verkehrsbedingt stark auf die Bremse steigen musste.

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Die Polizisten zogen den Raser aus dem Verkehr und kontrollierten ihn. "Ich bin zu schnell gefahren, oder?", habe der 26-Jährige gefragt, nur um den Beamten danach eine dreiste Lüge aufzutischen.

Er sei niemals mehr als 21 Stundenkilometer zu schnell gefahren. Immerhin habe er schon mehrere Punkte und wolle keine zusätzlichen riskieren. Er brauche seinen Führerschein. "Hier konnte die Ratinger Polizei nicht mehr uneingeschränkt zustimmen", so der Sprecher. Der VW-Fahrer sei in Tempo-50-Zonen mit "weit mehr als 21 Km/h" unterwegs gewesen.

Der Raser hatte mit seinen Überzeugungsversuchen keinen Erfolg und musste seinen Führerschein abgeben. Sein Golf GTI wurde abgeschleppt und sichergestellt.

Titelfoto: 123RF/kzenon

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