Tödliche Schüsse in Bergheim: Anklage gegen mutmaßlichen Schützen (43) erhoben

Bergheim – Im Februar soll ein 43-Jähriger in Bergheim auf drei Männer geschossen haben. Einer von ihnen - ein 33-Jähriger - starb an seinen Verletzungen. Nun wurde Anklage gegen den mutmaßlichen Schützen erhoben.

Die Tat vom 4. Februar in Bergheim hatte für Fassungslosigkeit gesorgt.
Die Tat vom 4. Februar in Bergheim hatte für Fassungslosigkeit gesorgt.  © Henning Kaiser/dpa

Der 43-jährige Angreifer muss sich bald wegen Mordes aus Heimtücke vor Gericht verantworten, wie Express am Montag berichtet.

Die Hintergründe der Tat machen fassungslos.

So haben Ermittlungen ergeben, dass der mutmaßliche Schütze bei einer Zufallsbegegnung mit dem neuen Lebensgefährten seiner Ex-Partnerin zur Waffe gegriffen haben soll.

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Am 4. Februar sei der 43-Jährige mit zwei Bekannten zum Kaffee trinken nach Bergheim gefahren und dort auf seinen Nebenbuhler (41) getroffen. Der 43-Jährige soll diesen übelst beleidigt und versucht haben, ihn körperlich anzugehen.

Einer der Begleiter konnte die Situation offenbar vorerst entschärfen.

Nach dem Café-Besuch traf der 43-Jährige jedoch erneut auf seinen Nebenbuhler, der nun ebenfalls in Begleitung von zwei Bekannten (29 und 33) war.

Die Anklage wirft dem 43-Jährigen vor, eine Pistole aus seiner Jacke gezogen und sofort das Feuer eröffnet zu haben, schreibt Express. Dabei soll er das ganze Magazin - acht Kugeln - gezielt auf das Trio abgefeuert haben.

Der 41-Jährige und der 29-Jährige konnten angeschossen fliehen, der 33-Jährige sackte tödlich getroffen zusammen.

Eine Mordkommission hatte nach den tödlichen Schüssen in Bergheim die Ermittlungen aufgenommen.
Eine Mordkommission hatte nach den tödlichen Schüssen in Bergheim die Ermittlungen aufgenommen.  © Henning Kaiser/dpa
Zwei Männer (41 und 29 Jahre) wurden durch die Schüsse schwer verletzt, ein dritter Mann (33) erlag seinen Verletzungen.
Zwei Männer (41 und 29 Jahre) wurden durch die Schüsse schwer verletzt, ein dritter Mann (33) erlag seinen Verletzungen.  © Henning Kaiser/dpa

Der mutmaßliche Schütze konnte noch am Tatabend in der Nähe des Kölner Polizeipräsidiums verhaftet werden. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft, ein Termin für den Prozessbeginn steht bislang nicht fest.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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