Um Gegenstände zu sichern: Viele Anwohner dürfen nach Erdrutsch kurz zurückkehren

Erftstadt-Blessem – In dem von einem Erdrutsch betroffenen Ortsteil Blessem in Erfstadt sollen viele Anwohner in den kommenden Tagen zeitweise in ihre Häuser zurückkehren dürfen.

In Blessem hatte ein gewaltiger Erdrutsch durch das Hochwasser in der vergangenen Woche Straßen und Häuser mitgerissen.
In Blessem hatte ein gewaltiger Erdrutsch durch das Hochwasser in der vergangenen Woche Straßen und Häuser mitgerissen.  © Rhein-Erft-Kreis/dpa

Es gebe aber eine Sicherheitszone von 100 Metern rund um die Kiesgrube und die entsprechende Abbruchkante, sagte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Dienstag. Diese dürfe nicht betreten werden, vor allem an der Abbruchkante bestehe weiter "akute Lebensgefahr".

Für die Straßenzüge außerhalb dieses Radius plane die Stadt derzeit, Bewohner kurz in ihre Häuser und Wohnungen zu lassen, um ihr Hab und Gut zu sichern.

Die Betroffenen sollten dabei begleitet und nicht alle zeitgleich nach Blessem gelassen werden. "Wir haben dies in enger Abstimmung mit den Fachleuten heute entschieden und können damit immerhin einem Teil der Bevölkerung eine erste, wichtige Perspektive bieten", hatte Landrat Frank Rock am Montag gesagt.

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Die Zahl der gesuchten Menschen in Erftstadt habe sich derweil weiter auf etwa ein Dutzend Fälle reduziert, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte. "Viele, viele Leute haben sich bei ihren Verwandten gemeldet und sind wohlauf".

Das Telefonnetz stabilisiere sich allmählich.

Einsatzkräfte pumpen weiterhin Regenrückhaltebecken aus

Einsatzkräfte pumpten zudem ein Regenrückhaltebecken an der überspülten Bundesstraße 265 aus, in dem zunächst noch Autos und Lastwagen befürchtet wurden.

Dort wurden nach Abschluss der Arbeiten laut Angaben des Kreises von Dienstag aber weder Fahrzeuge noch Menschen entdeckt.

Titelfoto: Rhein-Erft-Kreis/dpa

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