Umstrittener Auftrag: NRW-Polizei bekommt weitere 1,25 Millionen van Laack-Masken

Mönchengladbach - In der Corona-Pandemie bekommt Nordrhein-Westfalens Polizei weitere 1,25 Millionen Stoffmasken des Hemdenherstellers van Laack.

NRW bekommt in der Corona-Pandemie weitere 1,25 Millionen Stoffmasken des Hemdenherstellers van Laack. Der Auftrag ist umstritten. (Archivbild)
NRW bekommt in der Corona-Pandemie weitere 1,25 Millionen Stoffmasken des Hemdenherstellers van Laack. Der Auftrag ist umstritten. (Archivbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Das Polizei-Beschaffungsamt LZPD habe den Zuschlag für einen Preis von 49 Cent pro Maske gegeben, sagte Firmenchef Christian von Daniels der dpa. Der Auftrag ist umstritten.

Vor einem Jahr sicherte sich die Firma den ersten Auftrag im gleichen Umfang, damals noch für 1,30 Euro pro Maske. Im November kam dann der Zuschlag für den Folgeauftrag zum gleichen Preis.

Weil dieser Auftrag nicht ausgeschrieben war und im Gegensatz zur Mai-Order keine Eile geboten war in Pandemie-Zeiten, wurde der Auftrag rückabgewickelt und neu ausgeschrieben.

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Nun sicherte sich das Unternehmen aus Mönchengladbach den Auftrag erneut - und bekommt nicht 1,6 Millionen Euro netto, sondern eine Million Euro weniger.

Die SPD im Landtag hat den Auftrag als unnötig kritisiert, die Landesregierung hingegen hat die Beschaffung als sinnreich verteidigt.

Nach Darstellung von Firmenchef van Laack haben die nun verkauften Stoffmasken ein so hohes Schutzniveau wie das von OP-Masken.

FFP2-Masken dürfe man nicht allzu lange tragen, sonst lasse deren Schutz nach. "Als Alltagsmaske ist unser Produkt sehr gut geeignet für die Polizei", sagt von Daniels.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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