"Unverhältnismäßig": Auch Kita-Eltern fordern mildere Quarantäneregeln

Düsseldorf - Eltern von Kita-Kindern fordern vom Bund und von der Landesregierung eine Änderung der Quarantäne-Regeln in Kindergärten.

Das neue Kindergarten-Jahr hat erst vor vier Wochen begonnen. In der Zeit mussten bereits unzählige Kinder aus Kitas und Tagespflegen für 14 Tage in Quarantäne.
Das neue Kindergarten-Jahr hat erst vor vier Wochen begonnen. In der Zeit mussten bereits unzählige Kinder aus Kitas und Tagespflegen für 14 Tage in Quarantäne.  © Jens Büttner/ZB/dpa

"14 Tage Quarantäne für alle Kontaktpersonen sind nicht verhältnismäßig", kritisierte der Landeselternbeirat (LEB) der Kindertageseinrichtungen in NRW am Dienstag. Es müsse geprüft werden, ob im Infektionsfall nicht auch mildere Mittel, wie Tests anstatt Quarantänen infrage kämen.

Das neue Kita-Jahr habe vor gerade einmal vier Wochen begonnen. In der Zeit hätten bereits unzählige Kinder aus Kindertageseinrichtungen und Tagespflegen für 14 Tage in Quarantäne gehen müssen. Viele Eltern beklagten, dass die Quarantäneregeln unverhältnismäßig seien.

Die aktuelle Corona-Betreuungsverordnung sehe sowohl für Fachkräfte als auch für Eltern eine 3G-Regelung vor. Das heißt, sie müssen geimpft, genesen oder getestet sein, wenn sie Kitas betreten.

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Kinder selbst seien von Infektionen kaum schwer betroffen, so der Landeselternbeirat. Dagegen seien die Folgen von sozialer Isolation und mangelnder Teilhabe bereits verheerend.

Auch für Schülerinnen und Schüler hatten Verbände bereits eine Abmilderung der 14-Tage-Quarantäne-Regelung gefordert.

Titelfoto: Jens Büttner/ZB/dpa

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