Vater erwürgt seinen drei Monate alten Sohn: Diese Strafe erwartet ihn

Duisburg - Ein Vater aus Duisburg ist nach dem gewaltsamen Tod seines drei Monate alten Sohnes am Dienstag zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Das Amts- und Landgericht Duisburg.
Das Amts- und Landgericht Duisburg.  © Roland Weihrauch/dpa

Die Richter am Duisburger Landgericht haben keinen Zweifel, dass der 38-jährige Deutsche das Baby in der Nacht auf den 15. Oktober 2020 umgebracht hat.

Richter Joachim Schwartz sprach bei der Urteilsbegründung von einem "mit massiver Gewalt ausgeführten Würgevorgang", der mindestens vier Minuten angedauert habe. Der Angeklagte selbst hatte im Prozess zu dem Vorwurf geschwiegen. Das Urteil lautet auf Totschlag.

Der kleine Junge hatte zu wenig Sauerstoff bekommen und massive Hirnschäden erlitten.

Er war am nächsten Tag im Krankenhaus gestorben. Bei der Obduktion war außerdem ein Bruch des Unterkiefers festgestellt worden.

Mann behauptet, sich nicht mehr an die Tat erinnern zu können

Der Vater wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. (Symbolbild)
Der Vater wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. (Symbolbild)  © 123rf/ Tomasz ?o?nierek

Gegenüber den Rettungssanitätern und der Polizei hatte der 38-Jährige angegeben, dass er trockener Alkoholiker sei und einen Rückfall erlitten habe.

Einer vom Gericht hinzugezogenen psychiatrischen Sachverständigen hatte er erklärt, dass er sich an die Tatnacht nicht erinnern könne. Er sei morgens aufgewacht und habe sich gewundert, dass sein Sohn keine Geräusche von sich gegeben habe. Daraufhin habe er eine Familienpflegerin angerufen.

Die Amnesie haben ihm die Duisburger Richter allerdings nicht geglaubt. Der Alkoholgehalt im Blut des Angeklagten soll zur Tatzeit rund 2,6 Promille betragen haben. Das Motiv der Tat ist laut Urteil unklar geblieben.

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Die Mutter des Babys war bei der Geburt des Kindes im Juli 2020 gestorben. Danach hatte sich der Angeklagte allein um seinen Sohn gekümmert. Auch in der Tatnacht war er nach Überzeugung der Richter allein mit dem Kind.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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