Erneute Verdi-Warnstreiks! Busse und Bahnen in NRW stehen bald wieder still

Berlin/Düsseldorf – Im Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) hat die Arbeitnehmerseite weitere Warnstreiks für die zweite Wochenhälfte in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern angekündigt.

Bereits am vergangenen Dienstag (30. September) wurde der ÖPNV wie hier die KVB in Köln bestreikt.
Bereits am vergangenen Dienstag (30. September) wurde der ÖPNV wie hier die KVB in Köln bestreikt.  © Henning Kaiser/dpa

 Zunächst sollen am Donnerstag Bahnen und Busse in NRW und Baden-Württemberg im Depot bleiben, wie die Gewerkschaft Verdi am Montag mitteilte. 

Am Freitag soll der Nahverkehr dann in Bayern ruhen. Schon vergangene Woche hatte Verdi zu Warnstreiks im ÖPNV für Dienstag in Hessen und für Mittwoch in Niedersachsen und Bremen aufgerufen.

Mit den Aktionen will der Verdi-Bundesverband bundesweite Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für die rund
87.000 Beschäftigten im ÖPNV durchsetzen. 

Derzeit werden in den 16 Bundesländern jeweils eigene Tarifverträge mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden ausgehandelt. Dabei haben sich aus Sicht der Gewerkschaft viele Regelungen auseinander entwickelt, etwa was Arbeits- und Urlaubszeiten angeht. 

Die regionalen Verträge sollen deshalb um eine bundesweite Tarifregelung ergänzt werden. Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände lehnt das bislang ab.

Update, 16.45 Uhr: KVB bestätigt ganztägigen Streik

Am kommenden Donnerstag werden ab 3 Uhr keine KVB-Bahnen fahren. Bei den Bussen werden nur jene Fahrten erfolgen, die durch Subunternehmen erfolgen. Auch die Linien 16 und 18 sind davon betroffen. Der Streik wird am Freitagmorgen gegen 3 Uhr enden.

Warnstreiks legten ÖPNV bereits am vergangenen Dienstag lahm

Schon Anfang vergangener Woche kam es deshalb bundesweit zu Warnstreiks und erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. 

Mit den gleichzeitig laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst haben die Aktionen im ÖPNV nichts zu tun. Im öffentlichen Nahverkehr handelt es sich um Spartentarifverträge.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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