Python-Haut in Küche entdeckt, Häuser versiegelt

Warendorf - Die Bewohner eines Reihenhauses im münsterländischen Warendorf haben am Freitag in ihrer Küche ein Stück Schlangenhaut gefunden.

Eine Person hält Schlangenhaut in einer Plastiktüte in der Hand.
Eine Person hält Schlangenhaut in einer Plastiktüte in der Hand.  © -/Nord-West-Media-TV/dpa

Ein Reptilienexperte geht nach Angaben der Feuerwehr Warendorf davon aus, dass das gut 30 Zentimeter lange Stück von einem jungen Tigerpython stammt.

Er habe die Größe der ungiftigen Würgeschlange auf 80 bis 90 Zentimeter geschätzt, sagte Christian Reinker von der Feuerwehr Warendorf.

Das Tier selbst wurde zunächst nicht gesichtet.

Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt wurden noch am Freitag alle fünf miteinander verbundenen Häuser versiegelt.

In den Häusern wurde Mehl verteilt. Falls sich das Tier noch in einem Haus befindet, soll es in dem Mehl Spuren hinterlassen.

"In dem Gebäudekomplex vermisst niemand eine Schlange. Es ist unklar, woher sie kommen könnte", sagte Reinker weiter.

In der Fundwohnung sei ein Lebendköder ausgesetzt worden, "ein kleiner Hamster in einem Käfig". Reinker betonte, dass der Hamster nur als Lockmittel dienen solle, nicht als Futter. Eine Falle für die Schlange sei aber nicht aufgestellt worden.

Die insgesamt elf Bewohner der Häuser im Stadtteil Freckenhorst sollten die Nacht auf Samstag außerhalb ihrer Häuser verbringen. Die meisten sollten bei Angehörigen unterkommen. Eine Familie sei durch das Ordnungsamt für eine Nacht untergebracht worden, sagte Reinker.

Am Samstagmorgen sähen der Reptilienexperte und das Ordnungsamt der Stadt dann nach, ob die Schlange Spuren hinterlassen habe. Falls nicht, gehe der Experte davon aus, dass sich das Tier nicht mehr in den Häusern befinde.

Der Fall erinnert an eine entflohene Schlange in der Ruhrgebietsstadt Herne. Dort war im August 2019 eine hochgiftige Monokelkobra in einem Mehrfamilienhaus entwischt. Sie konnte erst nach mehreren Tagen wieder eingefangen werden. Die Mieter durften damals tagelang nicht in ihre Wohnungen.

Titelfoto: -/Nord-West-Media-TV/dpa

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