Wegen Corona: Weniger Häftlinge in NRW

Düsseldorf – Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass deutlich weniger Gefangene in Nordrhein-Westfalens Justizvollzugsanstalten (JVA) einsitzen mussten. 

Ende März 2020 gab es 14.262 Häftlinge in NRW (Archivbild).
Ende März 2020 gab es 14.262 Häftlinge in NRW (Archivbild).  © Oliver Berg dpa/lnw

Ende März seien es 14.262 gewesen und damit neun Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mit. 

Das lag daran, dass häufig Strafunterbrechungen und Strafaufschübe gewährt wurden, um das Corona-Infektionsrisiko zu reduzieren. 

Damals stieg die Zahl der Infektionen deutlich, die Politik erließ daraufhin strenge Kontaktbeschränkungen. Die Reduktion der Insassen in den JVA war Teil des Handelns. 

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Von den Häftlingen befanden sich 2640 Personen in Untersuchungshaft und 152 in Sicherungsverwahrung. 

Mehr als ein Viertel der Inhaftierten war im offenen Vollzug, fast jeder dritte Häftling war ein Ausländer.

Die Gefängnisse waren überwiegend von Männern belegt, der Frauenanteil lag nur bei 6,7 Prozent.

Titelfoto: Oliver Berg dpa/lnw

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