Westspiel-Verkauf: Jetzt noch drei Bieter im Rennen

Düsseldorf - Beim Verkauf des landeseigenen Glücksspiels-Konzerns Westspiel sind laut Finanzministerium inzwischen drei Bieter ausgewählt, die nun konkrete Angebote abgeben sollen.

Für den Zeitraum der Konzession bis 2035 rechnet die Landesregierung mit einem Bruttospielertrag von 3,1 Milliarden Euro.
Für den Zeitraum der Konzession bis 2035 rechnet die Landesregierung mit einem Bruttospielertrag von 3,1 Milliarden Euro.  © Marcel Kusch/dpa

Einen Mindestverkaufspreis gibt es laut einer Vorlage für den Finanzausschuss nicht. Für den Zeitraum der Konzession bis 2035 rechnet die Landesregierung mit einem Bruttospielertrag von 3,1 Milliarden Euro.

Über den faktischen Gewinn der Casinos sage das nichts aus, so das Finanzministerium. Das Betriebsergebnis hänge vom künftigen Besitzer ab und ob dieser weitere Spielbanken eröffnet - was möglich wäre.

Die Rheinische Post berichtete am Mittwoch mit Bezug auf ein Papier aus dem April 2020, dass bis 2035 nach Abzug der Gewinnabgabe an den Staat rund 219 Millionen Euro hängen bleiben könnten.

Update 10. März, 16.17 Uhr: SPD mit harten Vorwürfen gegen Landesregierung

Am Nachmittag äußerste sich auch die SPD-Fraktion zum möglichen Westspiel-Verkauf. Die Partei warf der Landesregierung vor, die Privatisierung von Westspiel aus rein ideologischen Gründen durchsetzen zu wollen. "Dabei bleiben nicht nur der Spielerschutz und die Interessen der Beschäftigten auf der Strecke, es droht auch noch ein erheblicher finanzieller Schaden für die Steuerzahler", erklärte der finanzpolitische Sprecher Stefan Zimkeit.

Es bestehe die Gefahr, dass das Eigentum des Landes "zum Schaden der Steuerzahler verschleudert" werde, da kein Mindestverkaufspreis festgelegt worden sei.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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