Wieder Streiks in Köln: Jetzt macht auch die Jugend mit

Köln – Noch keine Einigung in Sicht: Am Dienstag sollen die Arbeitskampfmaßnahmen im Öffentlichen Dienst unter anderem in Köln weitergehen. Auf dem Programm steht ein bundesweiter "Aktionstag Jugend".

Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag erneut zu Streiks u. a. in Köln aufgerufen. (Symbolbild)
Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag erneut zu Streiks u. a. in Köln aufgerufen. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

In Dortmund, Bochum und Köln sollen Streikversammlungen mit Auszubildenden, Praktikanten und Dual-Studierenden stattfinden.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für sie in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich sowie eine tarifvertragliche Regelung der Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.

"Die Arbeitgeber beschweren sich über den Fachkräftemangel. In dieser Tarifrunde können sie ein Signal setzen und in gute Ausbildungsqualität und attraktive Rahmenbedingungen für junge Menschen investieren", sagte die Verdi-Landesbezirksleiterin NRW Gabriele Schmidt.

Verdi fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent oder um einen Mindestbetrag von 150 Euro.

Am Montag haben nach Verdi-Angaben bereits mehr als 2500 Beschäftigte in Krankenhäusern, Kitas, Verwaltungen und Entsorgungsbetrieben in Essen und Wuppertal Arbeitsniederlegungen die Verdi-Tarifforderungen unterstützt.

In beiden Städten seien vereinzelt auch Kitas geschlossen geblieben. Verdi habe hier aber bewusst keinen Schwerpunkt der Streikaktionen gesetzt.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

Mehr zum Thema Nordrhein-Westfalen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0