Zu fett und zu salzig: Alternative Chips fallen bei Test durch

Düsseldorf – Sind Kichererbsen-Chips gesünder als herkömmliche Chips? Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW liefert ernüchternde Ergebnisse.

Die Verbraucherzentrale NRW hat 80 alternative Gemüsechip-Produkte und Knabberartikel aus Getreide und Hülsenfrüchten getestet.
Die Verbraucherzentrale NRW hat 80 alternative Gemüsechip-Produkte und Knabberartikel aus Getreide und Hülsenfrüchten getestet.  © obs/Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V./Verbraucherzentrale NRW

Auf den ersten Blick klingen Bean-Sticks mit Paprika, Protein-Flips, Hirsebällchen oder Crunchy Triangles aus schwarzem Reis gesund. Aber stimmt das auch? 

Die Verbraucherzentrale hat den Nährwert von 80 alternativen Gemüsechip-Produkten und Knabberartikeln aus Getreide und Hülsenfrüchten unter die Lupe genommen. 

Darunter befanden sich Chips-Variationen auf Basis von Hülsenfrüchten, Gemüsechips und Puff-Snacks aus Discountern, Supermärkten und Bioläden. Diese Produkte werden oft mir gesund erscheinenden Eigenschaften wie einem geringeren Fett- oder einem höheren Proteinanteil beworben.

Chips aus Hülsenfrüchten enthalten mehr Eiweiß, weisen aber auch einen hohen Salzgehalt auf. Im Vergleich schneiden gepuffte Snacks in Bezug auf die Kilokalorien und Nährstoffe am besten ab. 

Insgesamt seien die Alternativen aber zu fett, zu salzig oder zu kalorienreich und damit nicht gesünder als Kartoffelchips oder Erdnussflips. Oft sei der Kaloriengehalt kaum geringer als bei normalen Snacks, obwohl dies durch das Marketing suggeriert werde.

Verbraucherzentrale fordert Nährwert-Logo

"Verbraucher sollten auf das gesunde Gemüse-Image bei den Alternativen zu herkömmlichen Chips und Snacks nicht hereinfallen", warnte daher Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

Schuldzinski fordert ein leicht verständliches Nährwert-Logo: "Hohe Fett-, Salz- und Kalorienangaben sollten auf Lebensmittelverpackungen generell deutlich sichtbar gekennzeichnet werden."

Weitere Informationen zu der Untersuchung findet Ihr online bei der Verbraucherzentrale NRW.

Titelfoto: obs/Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V./Verbraucherzentrale NRW

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