Abschleppleine gebrochen! Starker Wind behindert Rettung von Frachter

Juist - Starker Wind und hohe Wellen haben die Rettung eines rund 26 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Juist treibenden manövrierunfähigen Frachters verzögert.

Vor den Ostfriesischen Inseln Borkum und Juist treibt der Frachter "Peak Bilbao" bei schwerer See manövrierunfähig.
Vor den Ostfriesischen Inseln Borkum und Juist treibt der Frachter "Peak Bilbao" bei schwerer See manövrierunfähig.  © --/Bundespolizei/dpa

Bei einem ersten Rettungsversuch sei die Abschleppleine gebrochen, sagte der Sprecher des Havariekommandos, Timo Paechnatz, am Montagmorgen.

Mittlerweile habe man eine weitere Leine angebracht und der Frachter werde nun weiter geschleppt.

Die Lage sei jederzeit unter Kontrolle gewesen und das Schiff sei weit genug vom Festland entfernt.

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Der achtköpfigen Besatzung gehe es gut. Das Schiff soll in einen Hafen geschleppt werden.

Ein Maschinenschaden verhinderte am Sonntagnachmittag die Weiterfahrt des 90 Meter langen Stückgutfrachters "Peak Bilbao".

Der unter niederländischer Flagge fahrende Frachter war auf seinem Weg von Polen nach England in der deutschen Bucht unterwegs.

Er ist mit Gipskartonplatten beladen.

Update, 17.25 Uhr: Frachter driftet kontrolliert

Der Frachter "Peak Bilbao" wird mit einer Notschleppverbindung in rauer See gesichert und stabil gehalten.

Es gehe im Moment um ein kontrolliertes Driften, sagte eine Sprecherin des Havariekommandos am Montag. Starker Wind und Wellen beeinträchtigen die Arbeit des Notschleppers "Nordic".

Ein aktives Schleppen ist derzeit wegen der Windverhältnisse nur bedingt möglich. Der Verband bewegt sich langsam in Richtung Helgoland.

An Bord des Schiffes ist auch ein sogenanntes Towing Assistance Team, das mit einem Hubschrauber auf dem Havaristen abgesetzt wurde. Das Team ist für die Herstellung der Schleppverbindung zuständig.

Update, 18.50 Uhr: Spezialisten kämpfen gegen schwere Bedingungen

Spezialisten des Towing Assistance Team stehen an Bord des Havaristen "Peak Bilbao".
Spezialisten des Towing Assistance Team stehen an Bord des Havaristen "Peak Bilbao".  © --/Bundespolizei/dpa

Die Verbindung zum Notschlepper "Nordic" sei stabil und erlaube eine langsame Fahrt von den Ostfriesischen Inseln in Richtung Helgoland. Das teilte das Havariekommando in Cuxhaven am Montagabend mit.

Im Windschatten von Helgoland solle dann das Tau an einen normalen Schlepper übergeben werden. Der achtköpfigen Besatzung des Havaristen "Peak Blbao" gehe es gut.

"Das sind gerade keine einfachen Bedingungen da draußen", sagte Hans-Werner Monsees, der Leiter des Havariekommandos. "Wir müssen genau prüfen, welche Maßnahmen möglich sind." Starker Wind der Stärke sieben und Wellen von vier Metern Höhe beeinträchtigten immer noch die Arbeit der "Nordic".

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Bei einer Fahrt von etwa zwei Knoten (3,7 Kilometer) in der Stunde sollte der Schleppzug das Ziel bei Helgoland am Dienstagmorgen erreichen.

Titelfoto: --/Bundespolizei/dpa

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