Gigantische Explosion veränderte Helgoland: 75 Jahre "Big Bang"

Helgoland - Die Operation "Big Bang" am 18. April 1947 - also vor fast genau 75 Jahren - hat Helgoland stark geprägt.

Am 18. April 1947 warfen die Briten 6700 Tonnen Munition auf Helgoland ab - und veränderten damit die komplette Topografie der Nordseeinsel. (Archivfoto)
Am 18. April 1947 warfen die Briten 6700 Tonnen Munition auf Helgoland ab - und veränderten damit die komplette Topografie der Nordseeinsel. (Archivfoto)  © DPA

Bei der damals größten nicht-nuklearen Sprengung weltweit zerstörten die Briten mit 6700 Tonnen Munition die militärischen Anlagen auf der zu diesem Zeitpunkt unbewohnten Hochseeinsel.

"Die Sprengung hat die ganze Topografie der Insel verändert", sagte der Leiter des Helgoländer Museums, Jörg Andres.

"Die ehemalige, ganz markante Südspitze, die ein Ansteuerungspunkt für alle Schiffe war, die ist komplett verschwunden." Dabei sei das Mittelland entstanden.

Strandkörbe auf den Inseln für den Sommer zum Teil schon gut gebucht
Nordsee Strandkörbe auf den Inseln für den Sommer zum Teil schon gut gebucht

Hintergrund der Explosion: Im Zweiten Weltkrieg wollten die Nationalsozialisten mit dem Projekt "Hummerschere" durch Aufspülungen und Betonbauten einen riesigen Marinehafen als Flottenstützpunkt errichten.

Kurz nach Kriegsende übernahmen die Briten die Kontrolle, die Nordseeinsel wurde jahrelang Übungsziel für die britischen Luftstreitkräfte.

Ziel der Sprengung sei es gewesen, dem Gefahrenpotenzial Helgolands für Großbritannien ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, berichtete der Historiker Jan Rüger vom Birkbeck College der Universität London.

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Nordsee: