Junge Segler erleiden bei Rückkehr nach Deutschland Havarie

Cuxhaven - Was für ein trauriges Ende! Ein Jahr lang waren drei junge Männer aus Ratzeburg und Geesthacht mit ihrer Segeljacht "Double Twenty" unterwegs, doch genau bei ihrer Rückkehr nach Deutschland ging das Boot kaputt.

Die "Double Twenty" musste abgeschleppt werden.
Die "Double Twenty" musste abgeschleppt werden.  © Die Seenotretter/DGzRS

Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Donnerstag mitteilte, mussten sich die drei Segler von den Seenotrettern helfen lassen.

Hinter ihnen lagen rund 24.000 Kilometer, die sie über den Atlantik bis in die Karibik und zurück in die Heimat führten.

Bis nördlich der ostfriesischen Insel Langeoog der Motor streikte. Dieser musste für ein Ausweichmanöver gestartet werden, machte aber keinen Ton, die Maschine gab keinen Vortrieb.

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Die Segler ankerten auf 15 Meter Tiefe, der Skipper sprang in die Nordsee und tauchte an einer Sicherungslinie hinab, um dem Ursprung auf den Grund zu gehen.

Die Jacht hatte doch tatsächlich ihren Propeller verloren!

Sie segelten bis kurz vor Cuxhaven weiter und setzten dort per Satellitentelefon einen Notruf ab.

Die Seenotretter liefen mit dem Tochterboot "Mathias" aus und nahmen die Jacht in Schlepp. Nach knapp einem Jahr steuerte die "Double Twenty" erstmals wieder einen deutschen Hafen an.

"Das war zum Glück kein Problem", sagte Skipper Lukas Warnecke, "aber wir waren froh, dass die Seenotretter uns helfen konnten! Jetzt sind wir vor allem erst einmal müde!"

Nun soll der Ersatz-Propeller eingebaut werden, damit der Starthafen Travemünde in den kommenden Tagen angesteuert werden kann.

Titelfoto: Die Seenotretter/DGzRS

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