Kante statt Strand: Nordseeinseln brauchen nach Stürmen neuen Sand

Langeoog - Der Blanke Hans hat große Schäden angerichtet: Nach den Sturmfluten der vergangenen Tage mit teils erheblichen Sandverlusten an den Stränden der Ostfriesischen Inseln sieht das niedersächsische Umweltministerium Handlungsbedarf.

Statt Strand ist auf Langeoog eine Abbruchkante zu sehen.
Statt Strand ist auf Langeoog eine Abbruchkante zu sehen.  © Klaus Kremer/Langeoog News/dpa

Auf Norderney und Langeoog seien in diesem Sommerhalbjahr größere Dünenverstärkungen und Strandaufspülungen notwendig, teilte das Ministerium mit. Auf Wangerooge könne zudem eine kleinräumige Dünenverstärkung an den Nord-Ost-Dünen nötig sein.

Es sei auf allen Inseln mit einem verstärkten Bedarf an Sandfangmaßnahmen zum Wiederaufbau der teils abgetragenen Dünenfüße zu rechnen.

Wie hoch genau der Sandverlust an den einzelnen Inseln ist, steht nach Angaben der Küstenschützer noch nicht fest. Umfangreiche Vermessungen sollen erst nach Abschluss der Sturmflutsaison im Frühjahr folgen. Die jüngsten Sturmfluten hatten es jedoch nötig gemacht, Schutzmaßnahmen für dieses Jahr abzuschätzen. Vorsorglich sei dafür bereits Geld eingeplant worden, hieß es.

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Das Umweltministerium verwies auf Einschätzung des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, wonach akut keine Gefahr für einzelne Inselabschnitte bestehe.

Eine etwa 500 Meter lange Abbruchkante hat sich nach den vergangenen Sturmfluten am Strand von Langeoog vor den Dünen des sogenannten Pirolatals gebildet.
Eine etwa 500 Meter lange Abbruchkante hat sich nach den vergangenen Sturmfluten am Strand von Langeoog vor den Dünen des sogenannten Pirolatals gebildet.  © -/NLWKN/dpa

Die Hochwasserstände vom Wochenende hätten dem üblichen winterlichen Sturmflutgeschehen entsprochen – mit Höchstständen von 1,75 Meter über dem mittleren Tidehochwasser auf den Inseln sei auch keine außergewöhnliche Sturmfluthöhe erreicht worden.

Titelfoto: Klaus Kremer/Langeoog News/dpa

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