Nach Flugzeug-Absturz mit einem Toten vor Norderney: Ermittler suchen nach Ursache

Norderney - Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges mit einem Toten über der Nordsee vor der Insel Norderney suchen Ermittler nach der Unglücksursache.

Das Wrack einer verunglückten Cessna hängt am Kran an Bord des Tonnenlegers "Norden" nahe der Absturzstelle im Wattenmeer vor der Insel Norderney
Das Wrack einer verunglückten Cessna hängt am Kran an Bord des Tonnenlegers "Norden" nahe der Absturzstelle im Wattenmeer vor der Insel Norderney  © Lennart Stock/dpa

Drei Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) seien bereits am Montag an den Unglücksort gereist und unterstützten die Bergungsarbeiten, sagte ein Sprecher der Braunschweiger Behörde am Dienstag.

Ein Teil des Wracks wurde mit dem Tonnenleger "Norden" abtransportiert. Weitere Teile, darunter das Triebwerk und das Cockpit, hätten bis zum Dienstagmorgen noch nicht geborgen werden können. Die Gezeiten im Wattenmeer erschwerten die Bergungsarbeiten, hieß es.

Bei dem Absturz am Montagmittag war der 65 Jahre alte Pilot des Flugzeuges von Typ Cessna ums Leben gekommen.

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Der Flieger war auf der ostfriesischen Insel Borkum gestartet und hatte Fallschirmspringer über Norderney abgesetzt. Sie landeten plangemäß. Die Maschine, die ebenfalls auf Norderney landen sollte, stürzte vor der Insel ab.

Bei den Ermittlungen zur Absturzursache würden nun die Wrackteile untersucht, aber auch die Flugerfahrung und der Gesundheitszustand des Piloten überprüft, sagte der BFU-Sprecher.

Auch die Analyse von Umgebungsfaktoren wie Wetterbedingungen und Windverhältnissen seien Teil der Untersuchungen. Zudem würden Radardaten und der Funkverkehr von der Flugsicherung angefordert und ausgewertet.

Die Polizeiinspektion Aurich ermittelt ebenfalls zur Todesursache des Piloten.

Titelfoto: Lennart Stock/dpa

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