Können Quallen in der Ostsee bald vorhergesagt werden?

Von André Klohn

Kopenhagen/Kiel - Mit Modellberechnungen wollen Forscher des Projekts "Go Jelly" künftig Vorhersagen für Quallen-Aufkommen in der Ostsee treffen.

Zwei Quallen schwimmen an einem Bootssteg an der Kieler Förde. Das Vorkommen von Quallen am Ostseestrand nimmt zu, Forscher arbeiten daher an einer Vorhersage-App.
Zwei Quallen schwimmen an einem Bootssteg an der Kieler Förde. Das Vorkommen von Quallen am Ostseestrand nimmt zu, Forscher arbeiten daher an einer Vorhersage-App.  © Axel Heimken/dpa

"Ziel ist eine interaktive Karte, wo Vorhersagen für die Eckernförder Bucht, die Lübecker Bucht und auch andere Küstenabschnitte in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern möglich sind", sagte Jamileh Javidpour, Professorin der Syddansk Universität (Dänemark) und Gastwissenschaftlerin am Kieler Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung der Deutschen Presse-Agentur.

An dem EU-Forschungsprojekt ist neben der Universität von Süddänemark unter anderem das Geomar beteiligt.

Über die Smartphone-App Jelly Spotter können Badende und Spaziergänger bereits jetzt Bilder von Quallen übermitteln.

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Die Forscher wollen Modelle entwickeln, wie sich Quallenvorkommen künftig vorhersagen lassen.

Im Idealfall könnte die App im Sommer 2022 um eine neue Funktion ergänzt werden, sagte Javidpour.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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