Gute Wasserqualität an der Ostsee, doch es lauert eine unsichtbare Gefahr

Rostock - Das Baden in den Gewässern Mecklenburg-Vorpommerns ist aktuellen Untersuchungen zufolge uneingeschränkt möglich. Doch manche Menschen sollten vorsichtig sein.

Badegäste suchen Abkühlung im Meer: An der Ostseeküste wurden allerdings Vibrionen festgestellt. (Symbolbild)
Badegäste suchen Abkühlung im Meer: An der Ostseeküste wurden allerdings Vibrionen festgestellt. (Symbolbild)  © Katarzyna Białasiewicz/123RF, Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

Es liege an den etwa 500 ausgewiesenen Badestellen eine sehr gute Badewasserqualität vor, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Freitag berichtete.

Da die Gewässer recht warm sind, seien allerdings an der Ostseeküste und den Boddengewässern Vibrionen festgestellt worden.

Diese Bakterien treten ab einer Wassertemperatur von etwa 20 Grad vermehrt auf und verursachen in sehr seltenen Fällen schwere Infektionen, wie Lagus-Chef Heiko Will sagte.

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Gefährdet seien Menschen mit chronischen Grundleiden oder einer Schwäche des Immunsystems sowie im höheren Alter.

"Wenn Badegäste zu diesen Risikogruppen gehören und Hautverletzungen haben, sollte ein Kontakt mit Meer- oder Brackwasser unterbleiben", betonte Will.

In diesem Jahr seien noch keine Infektionen gemeldet worden - nach acht Fällen 2020. "Sterbefälle gab es im Vorjahr nicht", sagte der Lagus-Chef.

Titelfoto: Katarzyna Białasiewicz/123RF, Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

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