Katamaran kentert auf der Ostsee: Wind und Wellen trennen Vater und Sohn

Travemünde - Dramatischer Zwischenfall auf der Ostsee: In der Lübecker Bucht kenterte am Sonntag ein Segelboot. Dabei ging ein Mann über Bord.

Mehrere Boote und ein Helikopter suchten nach dem vermissten Segler in der Lübecker Bucht. (Archivbild)
Mehrere Boote und ein Helikopter suchten nach dem vermissten Segler in der Lübecker Bucht. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Vater und Sohn wollten eigentlich ein paar gemeinsame Stunden auf ihrem Katamaran verbringen. Gegen 13.40 Uhr kam es dann aber zum Unglück.

Der Katamaran der beiden kenterte zwischen Sierksdorf und Haffkrug (beide Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein).

Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, bekamen zwei Beobachter an Land unabhängig voneinander davon mit und schlugen Alarm.

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Zwar gelang es dem Sohn, das Segelboot wieder aufzurichten, allerdings schaffte er es nicht, seinen 58 Jahre alten Vater an Bord zu nehmen.

Wind und Strömung trieben in der Folge den Katamaran an den Strand von Haffkrug und den 58-Jährigen immer weiter ab. Vater und Sohn verloren sich aus den Augen.

Hier fanden die Retter den Schiffbrüchigen

Im Wasser vor Haffkrug fanden die Retter den Vermissten. (Archivbild)
Im Wasser vor Haffkrug fanden die Retter den Vermissten. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Die DGzRS suchte mit drei Schiffen nach dem Vermissten; ein Hubschrauber der Bundespolizei sowie mehrere Segelyachten unterstützen die Seenotretter dabei.

Schließlich konnte der Schiffbrüchige aus der Luft ausfindig gemacht werden. Die Helikopter-Besatzung entdeckte ihn in Höhe der Seebrücke in Haffkrug.

Die Besatzung eines Schlauchboots des Yachtclubs Scharbeutz Ostsee (YCSO) zog den 58-Jährigen aus dem Wasser. Nur vier Minuten später war er an Bord des Seenotrettungsboots "Erich Koschubs".

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Obwohl der verunglückte Segler einen Neoprenanzug und eine Rettungsweste trug, war seine Körpertemperatur bereits auf 34,5 Grad abgesunken. Die Retter wickelten ihn in wärmende Decken ein. An Land angekommen übernahm ein Rettungswagen den Mann und brachte ihn in ein Krankenhaus.

Was genau zum Unglück geführt hat, ist unklar. Zu dem Zeitpunkt gab es auf der Lübecker Bucht eine frische Brise (5 Bft). Das Wasser der Ostsee hatte 16 Grad.

Wie lange die Such- und Rettungsaktion dauerte, teilte die DGzRS nicht mit. Fakt ist nur, dass der verunglückte Vater gerade noch rechtzeitig gefunden wurde.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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