Tonnenschwere Weltkriegsbombe "Tallboy" in Swinemünde wird entschärft

Warschau - Taucher der polnischen Marine wollen am Montag in der Hafenstadt Swinemünde (Świnoujście) mit der Entschärfung einer tonnenschweren Weltkriegsbombe beginnen. 

Ein Segelboot fährt von der Ostsee in die Mündung des Flusses Swine.
Ein Segelboot fährt von der Ostsee in die Mündung des Flusses Swine.  © dpa/Daniel Reinhardt

Autofahrer müssten wegen der Entschärfungsarbeiten bis einschließlich Freitag mit Behinderungen im Verkehr rechnen, teilte die Stadtverwaltung am Samstag mit. 

Die Fähre im Zentrum der Stadt werde von Montag bis Freitag zwischen 7 und 17 Uhr nicht fahren. Pendlern an der deutsch-polnischen Grenze wurde geraten, auf die Grenzübergänge Pomellen-Kolbaskowo und Linken-Lubieszyn auszuweichen.

Bei dem Blindgänger handelt es sich um eine besonders schwere Bombe vom Typ "Tallboy", die im Zweiten Weltkrieg von der britischen Luftwaffe eingesetzt wurde. 

Laut Berichten des britischen Senders BBC hatten Bomben dieses Typs ein Gewicht von 5,4 Tonnen. Der "Tallboy" war im vergangenen September bei einer Vertiefung der Fahrrinne entdeckt worden. 

Seine Entschärfung gilt als eine der größten Aktionen dieser Art in Europa. Allein zwei Tage haben die Taucher der Marine eingeplant, um die Weltkriegsbombe von Sand zu befreien. Dann sollen die Zünder von der Sprengladung getrennt werden, wie ein Vertreter der Marine der Agentur PAP sagte. In einem letzten Schritt ist geplant, die Sprengladung des Blindgängers mittels einer Verpuffung unschädlich zu machen.

Rund 750 Einwohner aus der unmittelbaren Umgebung des Fundorts der Weltkriegsbombe müssen für die Zeit der Arbeiten in Sicherheit gebracht werden. 

Swinemünde wird von der Swine geteilt, einem Meeresarm der Ostsee, der zwischen den Inseln Usedom und Wollin verläuft und das Stettiner Haff mit dem Meer verbindet.

Titelfoto: dpa/Daniel Reinhardt

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