Auto rast durch Fußgängerzone in Trier: Fünf Tote, darunter ein Baby, Täter schweigt zum Motiv

Trier - Ein Auto hat am Dienstag in der Fußgängerzone in Trier mehrere Menschen verletzt, mindestens fünf Leute starben, darunter ein Baby.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind nahe der Fußgängerzone von Trier im Einsatz.
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind nahe der Fußgängerzone von Trier im Einsatz.  © Harald Tittel/dpa

Der Fahrer des Wagens wurde festgenommen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 51-jährigen Deutschen aus dem Kreis Trier-Saarburg.

Das bestätigte der Sprecher des Polizeipräsidiums Trier, Karl-Peter Jochem.

Die Polizei bat die Bevölkerung darum, den Bereich zu meiden. Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften war vor Ort im Einsatz.

Nach Angaben der Polizei Trier sind mittlerweile fünf Menschen gestorben. Darunter ist auch ein neun Wochen altes Baby. Außerdem gibt es bislang mindestens 15 Verletzte.

Die Stadt Trier bat auf Twitter darum, keine Spekulationen zu dem Unglück zu verbreiten.

Außerdem sollen keine Bilder und Videos aus Trier in den sozialen Netzwerken geteilt werden, bittet die Polizei. Der Upload von Beweis-Material ist >>> hier möglich.

Die Geschehnisse des Tages im Ticker:

Der Tatort befindet sich mitten in der Innenstadt von Trier.
Der Tatort befindet sich mitten in der Innenstadt von Trier.  © DPA/Grafik: F. Bökelmann

Update, 1. Dezember, 15.03 Uhr: Große Teile der Trierer Innenstadt abgesperrt

Teile der Trierer Innenstadt sind nach dem tödlichen Vorfall weiträumig abgesperrt. Überall im Zentrum - auch nahe der berühmten Porta Nigra - ist Blaulicht zu sehen.

Schwer bewaffnete Polizisten sichern die Unglücksstelle.
Schwer bewaffnete Polizisten sichern die Unglücksstelle.  © Harald Tittel/dpa

Update, 1. Dezember, 15.15 Uhr: Ministerpräsidentin Dreyer auf dem Weg nach Trier

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD) äußerte sich entsetzt über den tödlichen Vorfall in Trier und die Zahl der Opfer. Innenminister Roger Lewentz (57, SPD) machte sich von Mainz auf den Weg zum Tatort nahe der Porta Nigra. Dreyer wird dort ebenfalls noch am Nachmittag erwartet.

Der Hintergrund des Vorfalls war zunächst noch vollkommen unklar, wie Regierungssprecherin Andrea Bähner erklärte.

Update, 1. Dezember, 15.22 Uhr: Augenzeugen schildern Szene

Augenzeugen haben in Trier berichtet, dass Menschen durch die Luft geschleudert worden seien.

Die Menschen sollen die Innenstadt von Trier weiträumig meiden.
Die Menschen sollen die Innenstadt von Trier weiträumig meiden.  © Harald Tittel/dpa

Update, 1. Dezember, 15.42 Uhr: Fahrer raste "wahllos" auf Menschen zu

Der Mann sei mit einem Sportgeländewagen (SUV) durch die Fußgängerzone gerast und habe offenbar "wahllos" Menschen angefahren.

Update, 1. Dezember, 15.43 Uhr: Hintergründe weiterhin unklar

Die Hintergründe des tödlichen Vorfalls in Trier sind weiterhin völlig unklar. "Im Moment können wir zur Motivation nichts sagen", sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Trier, Karl-Peter Jochem. "Wir wissen nicht, warum er das gemacht hat." Es gebe keinerlei Anzeichen in irgendeine Richtung.

Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort in der Fußgängerzone von Trier.
Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort in der Fußgängerzone von Trier.  © Harald Tittel/dpa

Update, 1. Dezember, 15.50 Uhr: Laut Polizei keine Gefahr mehr für Bevölkerung

Nach der Festnahme des Fahrers in Trier besteht nach Polizeiangaben keine Gefahr mehr für die Bevölkerung. Die komplette Innenstadt ist weiterhin abgesperrt, Spuren werden gesichert.

Update, 1. Dezember, 15.52 Uhr: Bundesregierung erschüttert über tödlichen Vorfall in Trier

Die Bundesregierung hat mit Betroffenheit auf den tödlichen Vorfall in der Trierer Fußgängerzone reagiert. "Was in Trier geschehen ist, ist erschütternd", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. "Die Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer, bei den zahlreichen Verletzten und bei allen, die in diesem Moment im Einsatz sind, um die Betroffenen zu versorgen."

Update, 1. Dezember, 16.02 Uhr: Rettungshubschrauber im Einsatz

Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften ist weiterhin im Einsatz. Der ADAC schickte Rettungshubschrauber.

Update, 1. Dezember, 16.07 Uhr: Polizei: Mehrere Tote - "ganze Reihe Schwer- und Schwerstverletzter"

Das genaue Ausmaß und die Zahl der Opfer sind nach Polizeiangaben noch unklar. "Es gibt mehrere Tote und eine ganze Reihe Schwer- und Schwerstverletzter», sagte der Sprecher des Präsidiums Trier, Karl-Peter Jochem.

Die Fußgängerzone ist noch immer abgesperrt.
Die Fußgängerzone ist noch immer abgesperrt.  © Harald Tittel/dpa

Update, 1. Dezember, 16.10 Uhr: Klöckner und Baldauf erschüttert

Die rheinland-pfälzischen CDU-Politiker Julia Klöckner (47) und Christian Baldauf (53) haben sich schockiert und betroffen geäußert. Sie seien erschüttert über die "Amokfahrt", teilte Klöckner mit. Und weiter: "Unsere Gedanken sind bei den Verletzten vor Ort. Wir trauern mit den Angehörigen der Toten. Wir danken den Helfern und Rettungskräften für ihre Arbeit. Jetzt gilt es die weiteren Ermittlungen abzuwarten."

Menschen, die sich in der Fußgängerzone befinden, sollen den Bereich verlassen.
Menschen, die sich in der Fußgängerzone befinden, sollen den Bereich verlassen.  © Harald Tittel/dpa

Update, 1. Dezember, 16.22 Uhr: Hinweisportal eingerichtet

Für Hinweise und Zeugenaussagen hat die Polizei Trier ein Hinweisportal eingerichtet: https://rlp.hinweisportal.de. Wer Videos und Bilder der Tat hat, soll sie nicht an die Polizei schicken, sondern unter dem angegebenen Link hochladen.

Update, 1. Dezember, 16.36 Uhr: Hotline für Angehörige eingerichtet

Inzwischen wurde eine Hotline eingerichtet für Angehörige möglicher Verletzter: 0800 65 65 65 1.

Die Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz und ermitteln unter Hochdruck, die Lage ist angespannt.
Die Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz und ermitteln unter Hochdruck, die Lage ist angespannt.  © Harald Tittel/dpa

Update, 1. Dezember, 16.48 Uhr: Triers Oberbürgermeister äußert sich

Oberbürgermeister Wolfram Leibe (60, SPD) sprach im Interview mit dem SWR von einem "Amokfahrer in der Innenstadt". Und weiter: "Wir sehen solche Bilder im Fernsehen ganz oft und denken das kann bei uns nicht passieren", sagte Leibe. "Jetzt ist es auch in Trier passiert."

Rettungskräfte aus der ganzen Region seien im Einsatz. "Alle sind damit beschäftigt, Verletzte und Schwerstverletzte im Moment in die Krankenhäuser zu bringen", äußerte Leibe. Er sei nach dem Vorfall durch die Innenstadt gelaufen. "Es war einfach nur schrecklich", sagte er und schilderte, wie er einen Turnschuh gesehen habe.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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