Bewährungsstrafe für erste IS-Rückkehrerin aus Rheinland-Pfalz

Koblenz - Nach gut einem Jahr deutscher Untersuchungshaft hat die erste IS-Rückkehrerin aus Rheinland-Pfalz am Donnerstag das Oberlandesgericht Koblenz ohne Handschellen verlassen - mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe.

Die Frau wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt (Symbolfoto).
Die Frau wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt (Symbolfoto).  © Thomas Frey/dpa

Das Urteil wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung ist noch nicht rechtskräftig.

Nach Überzeugung des Gerichts gehörte die 30-jährige Mutter dreier Kinder von September 2014 bis Januar 2019 der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an.

Die junge Frau war nach ihrem Übertritt zum Islam schwanger aus Idar-Oberstein über die Türkei ins Bürgerkriegsland Syrien ausgereist. Nacheinander war sie laut Gericht mit vier IS-Kämpfern verheiratet.

Drei starben in Gefechten. Die Frau habe die IS-Ideologie über soziale Medien verbreitet, zur Ausreise in das von der Terrormiliz ausgerufene Kalifat aufgefordert, das dortige Leben angepriesen, die IS-Gräueltaten gerechtfertigt und die Tötung von Ungläubigen gutgeheißen.

Die 30-Jährige war Anfang 2019 in Syrien von kurdischen Kräften festgesetzt und im Januar 2020 mit ihren Kindern von der Türkei nach Deutschland abgeschoben worden.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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