Freude übers Knöllchen: Dieser Strafzettel ist urkomisch

Germersheim - Wem geht es vor allem in der Vor-Weihnachtszeit nicht so? Da parkt man sein Auto in der Stadt, bezahlt sein Parkticket und wird aus irgendeinem Grund davon abgehalten, rechtzeitig wieder zurück zu sein. In den meisten Fällen erwartet uns in solch einem Fall ein Bußgeld, doch im rheinland-pfälzischen Germersheim sieht die Sache etwas anders aus.

In der Stadt Germersheim (Rheinland-Pfalz) gibt's zum Knöllchen noch lustige Weihnachts-Grüße hinzu (Symbolfoto).
In der Stadt Germersheim (Rheinland-Pfalz) gibt's zum Knöllchen noch lustige Weihnachts-Grüße hinzu (Symbolfoto).  © 123RF/Bradford Calkins

Inwiefern zeigt ein Foto eines Twitter-Users, der sein Knöllchen veröffentlichte, welches er kurz zuvor erhalten hatte. Dies tat er nicht etwa, um sich über eine seiner Ansicht nach unangemessen hohe Strafe zu beschweren.

Viel eher wollte er den Humor der Stadtverwaltung würdigen. Denn auf dem von den Ordnungshütern verteilten Strafzettel ist eine ziemlich lustige Botschaft abgedruckt. Mit den Worten "Ho Ho Ho... das war knapp" ist die Weihnachts-Message überschrieben.

Im Folgenden gibt es eine kleine, unumgängliche Belehrung: "Auch zur Weihnachtszeit gilt die Straßenverkehrsordnung (StVO). Sie haben bestimmt nur nicht daran gedacht und ihr KFZ nicht entsprechend der StVO geparkt/abgestellt."

Dem pfiffigen Text folgt dann aber die eigentliche Hammer-Nachricht, die so manch gestresstem Einkäufer spätestens jetzt ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern dürfte.

"Heute sehen wir von einer Anzeige bzw. einem Verwarngeld ab. Ihr Ordnungsamt wünscht eine Frohe Weihnacht und einen Guten Rutsch!". Na wenn das nicht Freude macht! Am Ende des Tickets sind schließlich drei fett gedruckte Nullen vermerkt, die die ausbleibende Verwarnung schließlich glasklar verdeutlichen.

Keine Strafen für abgelaufene Parkzeiten: Stadt Germersheim verteilt lustige Weihnachts-Grüße

Die Kommentatoren unter dem Beitrag sehen die Aktion aber alles andere als mit Wohlwollen. Von dem Tadel, dass man die Straßenverkehrsordnung nicht als Empfehlung sehen sollte, bis hin zum Vorschlag, die entsprechenden Bußgelder jetzt erst recht zu erheben und diese mitunter für gemeinnützige Zwecke zu spenden, ist alles dabei.

Doch so sehr es den meisten Bürgern wohl auch zu missfallen scheint, finden sich in den Antworten auf das Knöllchen-Foto einige Nachahmer-Städte. Ein User postete Tickets aus Passau (Bayern) und Thale (Sachsen-Anhalt).

Die betreffenden Städte werden sich wohl noch einmal überlegen müssen, ob sie diese kulante Knöllchen-Aktion nochmals veranstalten werden.

Titelfoto: Montage: Screenshot Twitter/Martin Dehof, 123RF/Bradford Calkins

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